Allgemein PAWerful Mindset

Entmystifizierung des Seelenhundes

Was ist eigentlich ein Seelenhund?

Man liest es immer wieder und ich glaube alle Hundebesitzer*innen wünschen ihn sich – den Seelenhund. Den einen. Diesen ganz besonderen vierbeinigen Kameraden.

Auf die Frage, was denn so einen Seelenhund so besonders macht, würden die meisten wahrscheinlich antworten: Wir sind ein Team. Wir verstehen uns blind Wir haben solch eine harmonische Beziehung, eine innige Bindung.

Oh ja, klingt das nicht zauberhaft.

Das tut es! Und meine nächsten Worte werden dich vielleicht schockieren:

Es ist absoluter Bullshit!

Der Hund, der gerade an deiner Seite ist, ist dein Seelenhund.

Ich bin davon überzeugt, dass unsere Tiere aus einem ganz bestimmten Grund bei uns sind. Wir Menschen als hochentwickelte Spezies mit absolutem Kontrollzwang denken natürlich, dass wir uns die Tiere aussuchen. Anschließend erziehen wir sie und wenn sie nicht so funktionieren wie wir das gerne hätten, dann haben wir halt (noch) nicht den Seelenhund gefunden. Das ist eben bis zu einem gewissen Grad auch Glücksache.

Nein das ist es nicht.

Ob du einen Seelenhund hast, ist eine Frage der Demut und Dankbarkeit.

Der Vierbeiner in deinem Leben ist hier, um dich beim Wachsen und Lernen zu begleiten. Und wir alle wissen, ein (Weiter-) Entwicklungsprozess ist nicht immer ruhig und harmonisch. Manchmal stößt man an seine Grenzen und man erlebt Rückschläge, man sorgt sich und ab und an ärgert man sich sogar. Doch das alles gehört dazu. Es ist Teil der Seelenkameradenbeziehung.

Was ist es nun, dass einen Seelenhund so besonders macht? Die schlichte Tatsache, ob auch du bereit bist sein Seelenmensch zu sein und dich auf die gemeinsame Reise einzulassen.

Allgemein

Spieglein, Spieglein in meinem Hund

Hunde verfügen über eine natürliche Sensibilität.

Natürlich gibt es rassetypische Vorprägungen und die Verhaltensentwicklung des Hundes in den ersten Wochen und Monaten spielt eine große Rolle. Deshalb an dieser Stelle meine Empfehlung: „Such dir einen guten Züchter, der sich um die Sozialisierung deines Welpen bemüht. Und falls du wie ich ein Kind der Liebe hast (Mischlingshund), empfehle ich dir auch, anzuschauen wie dein*e künftig*en Mitbewohner*in aufwächst. Natürlich ist es mit der Sozialisierung in den ersten Wochen nicht getan und darum meine zweite große Empfehlung, dir eine gute Hundeschule bzw. eine*n gute*n Trainer*in zu suchen.

Nun zurück zur natürlichen Sensibilität mit der unsere Hunde ausgestattet sind. Mach´ dir bewusst, dass dein Hund ein Gefühledetektiv ist. Er nimmt deine Stimmung wahr, er bemerkt deine Sorgen, deine Aufregung, deine Ängste ebenso wie deine Ruhe und deine Freude.

Dein Hund ist ein Gefühledetektiv!

Ich nehme dich kurz mit in unseren Mensch-Hund-Alltag:

In unseren ersten Trainingseinheiten aber auch jetzt da wir durch unseren Umzug auf der Suche nach neuen Trainer*innen waren, war ich ziemlich nervös. Ich hoffte, dass Balu seine Kommandos abrufbereit anbieten würde, ruhig wäre und bitte bitte nicht vor lauter Aufregung die Tonleiter auf und ab bellen würde. Na? Was glaubst du wie diese Kennenlerntrainings verlaufen sind? Richtig! Katastrophal.

Eine ziemlich aktuelle Herausforderung, vor der wir standen, betraf das Alleinbleiben. Ich muss gestehen, das haben wir – dank ausgezeichneter Trainerin – mit Balu von klein auf geübt. Es gab diesbezüglich nie Probleme. Manchmal habe ich sogar das Gefühl er ist richtig froh, wenn ich arbeiten gehe und er ganz in Ruhe sein Reich genießen kann. Ja, das Alleinbleiben klappte hervorragend. Bis vor ein paar Wochen. Ich hatte die Möglichkeit Balu ab und an mit zur Arbeit zu nehmen und habe die Zeit mit ihm genossen. Er lag zwar nur faul auf der Decke aber die Tatsache, dass er bei mir wahr, ließ mich meinen Arbeitsalltag einfach ruhiger meistern. Ich kann somit bestätigen, dass Bürohunde sich definitiv gut auf das Betriebsklima auswirken. Nun kam es, dass diese gemeinsamen Bürotage nicht mehr möglich waren und plötzlich hatten wir jeden Morgen einen Kampf mit dem Alleinbleiben. Es wurde gebellt, durch die Tür geschlupft, nachgelaufen, etc. Und für mich war klar – er möchte halt einfach mit. Was mir jedoch anfangs bewusst war, war ICH WOLLTE, DASS ER MITKOMMT. Und mein lieber Balu – aufmerksam wie er ist – ja eigentlich nur meinem Wunsch nachkommen wollte. Als ich mir dessen bewusst wurde, wusste ich – ein neues Mindset muss her. Und siehe da, das Alleinebleiben klappt wieder wie eh und je.

Dein Mindset hat Auswirkungen auf deinen Hund.

Du kannst nun die Liste für dich und deine Lebensumstände weiterspinnen. Hier ein paar Anregungen:

  • Dein Hund fährt nicht gerne Auto – Denkst du vielleicht, dass Autofahren nichts für Hunde wäre.
  • Der Tierarztbesuch ist eine Qual – Welche Einstellung hast du zum Tierarzt. Empfindest du Mitleid für deinen „armen“ Hund?
  • Dein Hund ist überdreht und unkonzentriert? – Und wo bist du in Gedanken gerade?

Ich möchte dich ermutigen, dich hinzusetzen und dir zumindest drei Situation zu suchen, in denen dein Hund – und ich sage das jetzt ganz provokativ – nicht so funktioniert, wie du möchtest. Überlege dir in einem zweiten Schritt, welche Gedanken und Gefühle du in diesen Situationen hast.

Ein Worksheet für die Übung hierfür findest du anbei.

Nächstes Mal kümmern wir uns dann um dein Mindset!

Allgemein PAWerful Mindset

PAWful Mindset – los geht’s!

Seit 2015 bin ich – neben meiner Kerntätigkeit als Juristin und Vortragende -diplomierte Mentaltrainerin. Diese Reise, der ein etwas unfreiwilliger Start zu Grunde liegt, hat mich Schritt für Schritt mehr zu mir geführt. Zuvor bin ich oft gegen Mauern gerannt und habe gegen Windmühlen gekämpft – ehrgeizig, zielstrebig, ideenreich aber auch ein Sturschädel wie er im Buche steht. Heute lebe ich bewusster und reflektierter. Ich bin noch lange nicht am Ziel und ich denke, dieses Ziel von dem viele von uns träumen, werde ich so recht auch nie erreichen. Denn ich bin der Auffassung, dass unser ganzes Leben ein ständiges Lernen und Wachsen, ein Auf und Ab, ein Hoch und Tief ist.

Vielleicht fragst du dich nun, was das alles mit Hundeerziehung zu tun hat.

Ich muss gestehen, bis vor einigen Wochen war ich mir der Antwort noch gar nicht so bewusst. Doch nun kann ich dir mit ganzer Überzeugung versichern dein Mindset und die Verbindung zu deinem Vierbeiner stehen nicht nur im engen Zusammenhang, sie beeinflussen sich sogar gegenseitig.

Als Hundebesitzer denkt man oft, dass eine gute Grunderziehung auch die Garantie für eine gute Mensch-Hund-Beziehung ist. Doch seien wir mal ehrlich – Erziehung alleine ist noch nicht genug.

Erziehung ist nicht gleich Beziehung

Die Hundeerziehung bildet einen wichtigen Baustein für die Beziehung zwischen dir und deinem Hund, aber da gibt es noch soviel mehr Komponenten.

Du bist noch skeptisch?

Hast du dich bereits einmal gefragt, warum dein Hund der wohlerzogenste Kerl oder die manierlichste Lady am Hundeplatz ist, aber im Alltag einfach mal auf stur schaltet?

Fragst du dich manchmal, was dein Hund für Launen hat oder ob er gar mondsüchtig ist?

Blickst du manchmal in große Hundeaugen und fragst dich, was in dem Wesen gerade vorgeht?

Ich wage zu behaupten, dass unsere Hunde uns alle bereits das ein oder andere Mal verwirrt und fragend im Regen stehen ließen.

„Was hat er/sie bloß?“

Ich möchte dich in den Texten in dieser Kategorie einladen auch mal die Frage zu formulieren: „Was haben ICH bloß?!“

Lass uns gemeinsam die Hypothese aufstellen, dass es kein Problem am einen oder anderen Ende der Leine gibt, sondern dass ihr ein Team seid, welches sich gegenseitig beeinflusst.

Was dich erwartet:

  • Achtsamkeitsübungen für Zwei- und Vierbeiner
  • Gehmeditationen
  • Mindset-Check
  • Zielsetzung

Ich freue mich, wenn du auf dieser Reise dabei bist!

Allgemein Pfotengeschichten

Popcorngeruch – oder Hundepfoten im Sommer

Letzte Woche fand unser jährliches Pfotengeschwistertreffen statt. Es ist eine große Freude, wenn unsere Rasselbande wieder vereint ist. Während wir Vierbeiner miteinander um die Wette rannten und gemeinsam die Umgebung erkundeten, wie wir es schon als Welpen taten, plauderten unsere Zweibeiner miteinander. Das Thema – wie soll es auch anders sein: Wir!

Da tauschten sie sich dann über unsere Ess- und Schlafgewohnheiten aus, berichteten von unseren Streichen und schwärmten davon, wie toll wir doch alle wären.

So weit so gut!

Doch dieses Mal musste ich mit Entsetzen eine Konversation zwischen meiner Zweibeinerin und den kleinen Zweibeinerfreunden meines Bruders anhören und die verlief in etwa so:

„Hat Balu im Sommer auch Popcornpfoten?“

„Popcornpfoten?“, fragte die Zweibeinerin neugierig.

„Ja, riechen seine Pfoten nach dem Spazieren gehen auch nach Popcorn?“, führten die zwei Menschenkinder weiter aus.

Die Zweibeinerin bestätigte dies begleiten von lautem Lachen: „Ja, ja das stimmt, im Sommer hat er Popcornpfoten!“

POPCORNPFOTEN??

ICH?

WELCH EINE VERLEUMDUNG!

Wenn diese frechen Zweibeiner nur wüssten, wonach sie im Sommer riechen!

Allgemein Pfotengeschichten

Umzugschef auf vier Pfoten

Wie konnte das nur passieren? In Wien war es noch nass und manchmal lagen vereinzelt Schneeflöckchen auf der Straße. Ich lebte so vor mich hin – Schlafen – Abenteuer – Training – Schlafen. Da kam doch glatt eines Tages die Zweibeinerin wieder mit den Kisten an. Meine fehlende Begeisterung drückte ich mit einem lauten Schnaufen aus.

Schon wieder!?

Ich wusste was jetzt auf uns zu kam. Sie würde die ganze Wohnung auf den Kopf stellen, alles ausräumen und in Kisten verpacken. Mein Herrchen würde oft zu Besuch kommen – leider nicht um mit mir zu spielen – sondern um Möbel auf und ab zu bauen.

Ich lieb‘ sie ja – das ist ihr großes Glück!

So ein Umzug ist für einen Vierbeiner eine gewaltige Umstellung. Und obwohl ich darin geübt bin – schließlich musste ich dieses Theater nun zum 3. Mal mitmachen – ist es auch für mich eine herausfordernde Zeit.

Was mir dabei half unsere Umzüge zu überstehen?

Ich bin mitten drin, statt nur dabei!!!

Haben wir alles mit?!

Die Zweibeiner meinen zwar ich stehe im Weg rum. Aber in Wahrheit habe ich als einziger den Überblick. Den nächsten Kasten kann ich sicher schon allein aufbauen.

Es ist wichtig für mich zu sehen wie die alte Wohnung Kiste für Kiste leer geräumt wird und die neuen vier Räume Kiste für Kiste zu unserem neuen Zuhause werden.

Ich weiß, einige Zweibeiner denken, so ein Umzug wäre nichts für uns Hunde und deshalb bringen sie uns in dieser Zeit bei Freunden oder Bekannten unter. Aber ich denke, es ist wichtig Abschied zu nehmen von seinem alten Zuhause. Deshalb bin ich froh, dass die Zweibeinerin jedes Mal soviel Geduld aufbrachte und es hinnahm, dass ich den Inhalt aller Kistern kontrollierte und jede Schraube beschnupperte.

Trotz allem hoffe ich – und unter uns gesagt mein ganzes Rudel – dass das nun mal der letzte Umzug für eine Weile war.

Allgemein

We are back!

Im Grunde genommen waren wir ja nie richtig weg und ich darf euch verraten, dass wir im letzten Jahr riesige Abenteuer erlebt haben! So riesige Abenteuer, dass die Zweibeinerin meinen Blog leider ein wenig vernachlässigt hat. Aber nun sind wir zurück und ich freue mich euch von meinem Leben im Süden zu erzählen.

Anfang des Jahres sind wir aus der großen Stadt in das südlichste österreichische Bundesland gezogen. Die Zweibeinerin und ich sind ja ursprünglich beide Kärntner, aber wie das Leben so spielt haben wir die ersten beide Jahre in der Großstadt verbracht. Die Abenteuer kamen aber auch da nicht zu kurz – aber lest am besten selbst.

Das war nun mit meinen jungen Jahren unser 3 gemeinsamer und mein 4 Umzug. Meine Zweibeinerin hat eben eine Zigeunerseele und ich bin dort zuhause, wo sie ist. Somit habe ich auch diesmal den Umzug artig mitgemacht. Na, was sag‘ ich da mitgemacht. Ich bin inzwischen ein richtiger Umzugsprofi. Aber schlussendlich bin ich froh, dass wir nun endlich angekommen sind. Und meine Hundeintuition sagt mir, diesmal sind wir richtig angekommen.

Deshalb freut es mich, euch mitzuteilen, dass ihr in Zukunft wieder öfter von meinen Abenteuern lesen werden.

Stay pawsitive!!

Bis bald meine Pfotenfreunde!

Wien und Umgebung

Ein nasser Hund ist ein glücklicher Hund

Das Wasser und ich haben unsere Freundschaft sehr vorsichtig und nicht ohne Zögern meinerseits begonnen. Ich kann mich noch sehr genau an die ersten Regenspaziergänge erinnern. An die Wand gedrückt, schutzsuchend vor den beißenden Tropfen, sah ich die Zweibeiner mit großen vorwurfsvollen Kopfaugen an.

Dann kam der Sommer. Es wurde richtig warm und ich sah all die Vierbeiner, die sich im Wasser vergnügten. Somit beschloss ich, dem kalten Nass noch eine Chance zu geben. Und siehe da, das Plantschen war sehr angenehm.

Aber Schwimmen? Das war dann doch noch mal ein ganz anderes Kaliber. Zum Glück hatte ich die allerbeste Schwimmlehrerin. Cheetha gab mir das Vertrauen, mich vom Ufer zu entfernen und darauf los zu strampeln.

Heute kann ich mir nichts Schöneres vorstellen. Sobald ich auch nur den kleinsten Bach oder eben die größte Lache entdecke, kühle ich mich darin genussvoll ab.

Derzeit sind unsere liebsten Plätzchen an der Lobau und der  Süssenbrunner Teich.

In der Lobau genießen wir die Ruhe und das Privileg unter uns zu sein. Süssenbrunn ist hunde- und familientauglich. Der Vierbeiner sollte sich aber gut mit Artgenossen verstehen. Im Mai und Juni ist es in Süssenbrunn herrlich, anschließend ist das Wasser zu verschmutzt, um darin noch zu baden. Das bedeutet, dass wir weiter auf Entdeckungsreise nach geeigneten Plätzchen gehen und euch dann berichten.

Und Tipps von euch sind natürlich auch jederzeit willkommen :-)!

Einen lieben Gruß euer hundemüder Balu.

Ausland

Sommer – Sonne – Doggystrand?

„Man kann ohne Hund Urlaub machen – aber es ist eben nur halb so schön“, meint die Zweibeinerin. Uh, da habe ich nochmals Glück gehabt, denn das bedeutet wohl, dass sie noch keinen Urlaub von MIR braucht.

In letzter Zeit waren wir viel auf Reisen, da wurden Koffer ein und ausgepackt. Natürlich immer unter meiner strengen Kontrolle.

Wir fuhren auch wieder zum großen, salzigen Wasser, dem wir bereits einmal einen Besuch erstattet haben. Nur diesmal blieben wir viel länger. Von unserem ersten Ausflug nach Lignano im Herbst, war ich es gewohnt, dass ich ungestümt am Strand herum flitzen durfte. Doch diesmal war alles anders. Wir gingen zum Meer und ich durfte nur an der Promenade spazieren. Ein ums andere Mal versuchte ich die Zweibeinerin auszutricksen und über die kleine Mauer in den Sand zu springen. Jedes Mal ermahnte sie mich und ersuchte mich auf die langweilige Seite zu kommen. Schließlich einigten wir uns, dass ich auf der Mauer stolzieren durfte und wenigsten mein Näschen Richtung Wasser strecken konnte.

Eine gefühlte halbe Ewigkeit später, waren wir am Hundestrand.

Ein Strand nur für Vierbeiner?

Das klang verlockend.

Ich wurde abgeleint und lief schnell wie der Wind Richtung Meer. Meine Augen funkelten und auch die Zweibeinerin war voller Glück … Das jedoch nicht lange währte. Ein Bagnino – der Wächter über den Strand – kam auf die Zweibeinerin zu. Als Anstandswauwau war ich natürlich mit einem Satz an ihrer Seite. Der junge Mann war mir gleich sympathisch. Doch dann musste ich erfahren, was er meiner Zweibeinerin mitgeteilt hat.

„Auch am Doggystrand herrscht Leinenpflicht!“

Es bestand die Möglichkeit eine eingezäunte Liege miete, wo ich dann frei herumtollen könne. Aber am Strand muss ich an die Leine, weil der Doggystrand nur ein winzig schmaler Streif ist und die Gefahr besteht, dass ich in meiner Freude, die Grenze zum normalen Strand überquere. Ich liebe meine Zweibeinerin über alles. Aber zwei im Sternzeichen Schütze geborene freiheitsliebende Wesen umzingelt von einem Holzzaun am Strand? Ein absolutes No-go. Da waren wir uns einig.

Also mussten wir noch ein Weilchen gehen um an den freien Strand – nach dem Strandbüro Nummer 1 – zu gelangen. Und dann endlich „Sommer, Sonne, Strand“.

Also liebe PfotenfreundInnen am freien Strand könnt ihr und eure Zweibeiner ohne Leine toben. Wir haben uns den Urlaub wirklich toll gestaltet und soviel verrate ich euch, meine Strandbesuche kamen nicht zu kurz. Wie, wo und wann müsst ihr aber selbst herausfinden. Unser Fazit zum Thema Doggystrand lautet jedenfalls „Nette Idee – aber definitiv nichts für uns“.

 

 

 

Menschenfreunde

Das Model und die Fotografin – Interview mit Hundefotografin Sigrid Körbler

Vor ein paar Wochen war es ja soweit. Die Zweibeinerin und ich haben an einem Fotowalk teilgenommen. Ich muss euch verraten, dass die Zweibeinerin kurz vor dem Walk kalte Pfoten bekommen hat und absagen wollte. Sie sorgte sich um mich und hatte befürchtet, dass ich gar nicht ruhig sitzen oder liegen bleiben würde. Sigrid, eine der beiden Fotografinnen konnte sie jedoch beruhigen. Und so bin ich doch noch zu meinem ersten Modeltermin gekommen. Das mit dem ruhig sitzen bleiben war dann wirklich recht anstrengend, aber Sigrid hat eine Engelsgeduld und schlussendlich wunderschöne Fotos von mir aufgenommen.

Meine bessere Hälfte hat sich überlegt, dass vielleicht viele Interesse daran hätten, ihre liebsten Vierbeiner ablichten zu lassen. Deshalb hat sie prompt Sigrid zum Interview gebeten und die hat uns spannende Einblicke in ihre Arbeit gegeben.

Doch lest am besten gleich selbst:

1.Wie bist du zur Hundefotografie gekommen?

Ich bin mit Tieren aufgewachsen und hatte immer schon einen guten Draht zu den Vierbeinern. Und ich fotografiere seit meiner Schulzeit. Da hat es sich irgendwie ganz „logisch ergeben“, diese beiden Leidenschaften zu verbinden 😉 Nachdem ich die Fotografie hauptberuflich betreibe, fotografiere ich aber nicht nur Hunde/Tiere, sondern auch Menschen und gewerbliche Aufträge. Die Tiere sind aber sicher der Bereich, der mir am meisten am Herzen liegt 🙂

2. Was unterscheidet diese von anderen Arten der Fotografie?

Bei der People Fotografie kann man eindeutige Positionsanweisungen geben, Produkte oder Architektur bewegen sich nicht und man kann vollkommen frei über Standpunkt und Positionierung entscheiden. All das geht bei Tieren nicht. Das heißt, man braucht deutlich mehr Geduld und Geschick, auf den perfekten Moment zu warten und diesen dann auch einzufangen. Natürlich kann man (den meisten 😉 ) Hunden auch Anweisungen geben und es gibt einige Tricks, um die Blickrichtung oder den Ausdruck zu beeinflussen, aber ein „Blick etwas weiter nach oben“ oder „Schnauze einen Zentimeter nach links bitte“ geht natürlich nicht.

Im Endeffekt darf man sich also bei Tieren nicht so sehr auf eine ganz bestimmte Art von Bild versteifen. Nicht jedes Motiv ist mit jedem Tier machbar, aber es sind von jedem Tier schöne Fotos möglich.

3. Verrate uns bitte, das Tollste und Schwierigste an deinem Job.

Abgesehen davon, dass ich einfach das mache, was ich liebe, ist das Beste definitiv der Abwechslungsreichtum. Man hat ständig neue Motive vor der Linse, lernt laufend neue Menschen und Tiere kennen, hat dauernd wechselnde Rahmenbedingungen beim Arbeiten und auch der Arbeitsprozess selbst enthält viele unterschiedliche Tätigkeiten von der Planung und Vorbereitung eines Shootings über die Aufnahme selbst bis zur Entwicklung/Bearbeitung und schließlich dem fertigen Bild. Dann kommt auch noch das Unterrichten in Workshops oder Einzelcoachings dazu, also noch einmal eine zusätzliche Abwechslung.

Und dann ist eines der besten Dinge gleichzeitig auch eines der schwierigsten: Ich bin meine eigene Chefin 😉 Denn das Schwierigste ist wohl das „Überleben“ und der ganze Verwaltungsaufwand drumherum, wenn man selbständig ist. Wer nur fotografieren möchte, sollte dies niemals beruflich tun. Da kommen dann nämlich plötzlich so viele „gar nicht so lustige“ Aufgaben dazu, ohne die es nicht geht. Werbung, Marketing, Sales, Buchhaltung, Steuern, rechtliches Know-How, etc.

5. Was macht dir mehr Spaß das Erstellen oder die Bearbeitung der Fotos?

Ich würde sagen, das ist situations- und nicht zuletzt auch stimmungsabhängig. Es gibt bei beiden Komponenten Faktoren, die es mehr oder weniger angenehm machen können. Und manchmal freut einen auch das eine oder andere gerade einfach nicht (wobei mir das zugegebenermaßen beim Fotografieren seltener passiert als beim Bearbeiten).

6. Wie wichtig sind Soziale Medien (Facebook, Instagram) für deine Arbeit?

Mein Verhältnis zu Sozialen Medien lässt sich wohl ganz gut mit U2’s Songtext auf den Punkt bringen… „I can’t live – with or without you“ ;))) Sicher generiert man mal den einen oder anderen Auftrag über diese Plattformen, aber genaugenommen steht der Zeitaufwand, den man hierfür hinein stecken muss, nicht dafür. Das allermeiste kommt eigentlich über Mundpropaganda. Und außerdem halte ich absolut gar nichts von diesen „wer hat mehr Likes“ oder „wer hat mehr Follower“ – sorry – Schwanzvergleichen oder gar „like for like“ oder „follow for follow“ Spielchen.

Andererseits kann man natürlich nicht leugnen, dass Soziale Medien (langsam aber doch) dabei helfen, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Und man wird heutzutage auch schon fast schief angeschaut, wenn man als Fotograf nicht auf den einschlägigen Plattformen vertreten ist. Ich habe mich z.B. lange Zeit gegen Instagram gewehrt, letztendlich dann aber doch irgendwann nachgegeben – nicht zuletzt genau deswegen 😉 Es geht also auch nicht ohne.

7. Welchen Satz sagst du in deinem beruflichen Alltag am öftesten?

Diverse Sätze in Bezug auf das gerade vorhandene Licht, sowie: „Wo hab ich jetzt wieder meinen Objektivdeckel hin getan?!“ 😉

 

Liebe Sigrid, herzlichen Dank für das tolle Interview, das uns einen ganz persönlichen Einblick in deine Arbeit erlaubt hat. Wir können unterschreiben, dass du das was du tust auch wirklich liebst! Du wirst uns sicher bald wieder vor die Linse bekommen!

 

Unsere Interviewpartnerin:

Lanigraphy – Sigrid Körbler
+43 – 650 – 44 99 552
Pfotengeschichten

Das Monster in meinem Zuhause

Einmal im Monat bin ich auf Landurlaub in Kärnten. So auch diese Woche. Normalerweise genieße ich da die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Zweibeiner.

Doch dieses Mal ist alles anders.

Sie haben mich ersetzt.

Gleich in zwei Haushalten.

Anscheinend haben sie mich während meiner Wienzeit so vermisst, dass sie sich glatt ein schwarzes Metallding zugelegt haben. Dieser kleine schwarze Roboter stolziert im ganzen Haus herum. Und streberhaft wie es ist, macht er auch noch sauber.

Stellt euch das mal vor! Ich muss mein Zuhause mit einem Staubsaugerroberter teilen.

Zuerst habe ich ihn angeknurrt und wollte ihn verscheuchen. Vergebens.

Dann versuchte ich mich mit ihm anzufreunden. Ebenfalls erfolglos. Der hat keine Lust zum Spielen. Er kennt nur Arbeit, kein Vergnügen.

Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen, ihn einfach zu ignorieren. Zum Glück kommt er nur einmal täglich aus seinem Körbchen. Und da er so gar nicht flauschig ist, stellt er für mich doch keine ernsthafte Konkurrenz dar. Aber insgeheim hoffe ich trotzdem, dass die Zweibeinerin nicht auch auf die doofe Idee kommt, so ein Teil bei uns in Wien anzuschleppen.