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Menschenfreunde Pfotengeschichten

Sit happens – mit Birgit Tauchner bestimmt!

Liebe PfotenfreundInnen ich möchte euch gerne unsere Trainerin vorstellen. Birgit Tauchner von Sit Happens begleitet uns nun schon über ein Jahr. Sie unterstützt die Zweibeinerin und mich seit meiner Welpenzeit und kennt sowohl meine besten Strebermomente als auch meine absolute Flegelphase. Birgits Training ist immer abwechslungsreich und  ihre Leckerlis schmecken einfach besser als die von Frauchen. Deshalb verzeihe ich es ihr auch, wenn sie meine Zweibeinerin zu mehr Strenge ermahnt oder ihr wieder mal einen neuen Floh ins Ohr setzt.

Die Zweibeinerin und ich sprechen unsere wärmste Empfehlung aus. Aber am besten lernt ihr Birgit gleich mal selbst kennen:

 

Erzähl uns, warum du Hundtrainerin geworden bist?

Dank der Liebe zur Natur, zur Kommunikation und zu pädagogischer Kreativität, die nützlich sind, wenn man mit einer anderen Spezies Regeln aushandelt (zB. über einen gestibizten Socken, oder über das verlockende neue Kinderspielzeug, das der Hund nie haben darf, etc.)

 

Was ist das Tollste an deinem Job?

Frische Luft und Kunden, die bei fast jedem Wetter mit ihrem Hund trainieren. Die Methode der positiven Verstärkung richtet die Aufmerksamkeit auf die Bereiche, die wir gut finden und fördern möchten. Jedem unerwünschten Verhalten geht ein erwünschtes Verhalten voran. Sie können sich vorstellen, welche Bereicherung diese Perspektive mit sich bringt.

 

Gibt es ein Erfolgserlebnis beim Training, dass dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Schnelle Erfolge kommen überraschend – das ist natürlich immer wieder toll.

Ein Hund der Angst vor Umweltreizen hatte, ist mir besonders in Erinnerung. Durch Verständnis für sein Empfinden haben die Besitzer das passende Distanz-Management geboten, sodass sich der Hund beständig den Angstauslösern neugierig zuwenden konnte. Da gibt es viele freudige Kleinstschritte wie: eine Kastanie ist zu Boden gefallen, und er ist nur kurz erschrocken.

 

Was sind deiner Meinung nach, die wichtigsten Kommandos, die ein Hund lernen sollte und warum?

FREI ! Auflösen eines Kommandos ist eine wichtige Information für den Hund, für die Menschen ist meist das Sitz wichtiger. Der Hund kann das ‚Sitz‘ viel sicherer halten, wenn er gelernt hat, dass ‚Sitz‘ dauert bis zum ‚FREI‘. ‚FREI‘ wird daher auch immer eine ganz tolle Belohnung sein. zum Beispiel: Frei, die Leine ist offen ich laufe zum Hundefreund.

‚WARTEN‘ ruhig abwarten ist für lebenslustige arbeitsfreudige Hunde sehr schwierig, doch auch sehr wichtig.

‚RÜCKRUF‘ denn ein gut gelernter Rückruf ist das Ticket für Freilauf.

 

Anmerkung von Balu: Warten ist eeeecht schwer!

 

Wer braucht eigentlich mehr Training? Die Hunde oder die Besitzer?

Die Hunde brauchen meistens in einer der vielen wichtigen Disziplinen mehr Training. Sie entwickeln sich und werden besser, da brauchen Menschen wieder neuen Input, welche neuen Herausforderungen anstehen.

Menschen brauchen etwas Übung im Handling und im Timing.

 

Magst du uns noch etwas mit auf den Weg geben?

Hundeerziehung ist Dauerbetrieb, doch niemand kann permanent alles richtig machen. Ruhiges Verhalten fördern ist bei manchen Hunden eine große Herausforderung. Managementmaßnahmen sind ein sehr wichtiger Faktor, damit der Hund nicht unerwünschtes Verhalten übt, während die Trainingsschritte erst gelernt werden müssen.

 

Danke Birgit, für all die lehrreichen Trainingsstunden bei dir und für dieses informative Interview! Man merkt einfach wie sehr du deinen Job liebst!

 

Steckbrief:
Birgit Tauchner
Webseite: www.sithappens.at
Telefon: 0660 469 13 77
Email: training@sit-happens.at
Allgemein

Spieglein, Spieglein in meinem Hund

Hunde verfügen über eine natürliche Sensibilität.

Natürlich gibt es rassetypische Vorprägungen und die Verhaltensentwicklung des Hundes in den ersten Wochen und Monaten spielt eine große Rolle. Deshalb an dieser Stelle meine Empfehlung: „Such dir einen guten Züchter, der sich um die Sozialisierung deines Welpen bemüht. Und falls du wie ich ein Kind der Liebe hast (Mischlingshund), empfehle ich dir auch, anzuschauen wie dein*e künftig*en Mitbewohner*in aufwächst. Natürlich ist es mit der Sozialisierung in den ersten Wochen nicht getan und darum meine zweite große Empfehlung, dir eine gute Hundeschule bzw. eine*n gute*n Trainer*in zu suchen.

Nun zurück zur natürlichen Sensibilität mit der unsere Hunde ausgestattet sind. Mach´ dir bewusst, dass dein Hund ein Gefühledetektiv ist. Er nimmt deine Stimmung wahr, er bemerkt deine Sorgen, deine Aufregung, deine Ängste ebenso wie deine Ruhe und deine Freude.

Dein Hund ist ein Gefühledetektiv!

Ich nehme dich kurz mit in unseren Mensch-Hund-Alltag:

In unseren ersten Trainingseinheiten aber auch jetzt da wir durch unseren Umzug auf der Suche nach neuen Trainer*innen waren, war ich ziemlich nervös. Ich hoffte, dass Balu seine Kommandos abrufbereit anbieten würde, ruhig wäre und bitte bitte nicht vor lauter Aufregung die Tonleiter auf und ab bellen würde. Na? Was glaubst du wie diese Kennenlerntrainings verlaufen sind? Richtig! Katastrophal.

Eine ziemlich aktuelle Herausforderung, vor der wir standen, betraf das Alleinbleiben. Ich muss gestehen, das haben wir – dank ausgezeichneter Trainerin – mit Balu von klein auf geübt. Es gab diesbezüglich nie Probleme. Manchmal habe ich sogar das Gefühl er ist richtig froh, wenn ich arbeiten gehe und er ganz in Ruhe sein Reich genießen kann. Ja, das Alleinbleiben klappte hervorragend. Bis vor ein paar Wochen. Ich hatte die Möglichkeit Balu ab und an mit zur Arbeit zu nehmen und habe die Zeit mit ihm genossen. Er lag zwar nur faul auf der Decke aber die Tatsache, dass er bei mir wahr, ließ mich meinen Arbeitsalltag einfach ruhiger meistern. Ich kann somit bestätigen, dass Bürohunde sich definitiv gut auf das Betriebsklima auswirken. Nun kam es, dass diese gemeinsamen Bürotage nicht mehr möglich waren und plötzlich hatten wir jeden Morgen einen Kampf mit dem Alleinbleiben. Es wurde gebellt, durch die Tür geschlupft, nachgelaufen, etc. Und für mich war klar – er möchte halt einfach mit. Was mir jedoch anfangs bewusst war, war ICH WOLLTE, DASS ER MITKOMMT. Und mein lieber Balu – aufmerksam wie er ist – ja eigentlich nur meinem Wunsch nachkommen wollte. Als ich mir dessen bewusst wurde, wusste ich – ein neues Mindset muss her. Und siehe da, das Alleinebleiben klappt wieder wie eh und je.

Dein Mindset hat Auswirkungen auf deinen Hund.

Du kannst nun die Liste für dich und deine Lebensumstände weiterspinnen. Hier ein paar Anregungen:

  • Dein Hund fährt nicht gerne Auto – Denkst du vielleicht, dass Autofahren nichts für Hunde wäre.
  • Der Tierarztbesuch ist eine Qual – Welche Einstellung hast du zum Tierarzt. Empfindest du Mitleid für deinen „armen“ Hund?
  • Dein Hund ist überdreht und unkonzentriert? – Und wo bist du in Gedanken gerade?

Ich möchte dich ermutigen, dich hinzusetzen und dir zumindest drei Situation zu suchen, in denen dein Hund – und ich sage das jetzt ganz provokativ – nicht so funktioniert, wie du möchtest. Überlege dir in einem zweiten Schritt, welche Gedanken und Gefühle du in diesen Situationen hast.

Ein Worksheet für die Übung hierfür findest du anbei.

Nächstes Mal kümmern wir uns dann um dein Mindset!