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Pfotengeschichten

Allgemein Pfotengeschichten

Popcorngeruch – oder Hundepfoten im Sommer

Letzte Woche fand unser jährliches Pfotengeschwistertreffen statt. Es ist eine große Freude, wenn unsere Rasselbande wieder vereint ist. Während wir Vierbeiner miteinander um die Wette rannten und gemeinsam die Umgebung erkundeten, wie wir es schon als Welpen taten, plauderten unsere Zweibeiner miteinander. Das Thema – wie soll es auch anders sein: Wir!

Da tauschten sie sich dann über unsere Ess- und Schlafgewohnheiten aus, berichteten von unseren Streichen und schwärmten davon, wie toll wir doch alle wären.

So weit so gut!

Doch dieses Mal musste ich mit Entsetzen eine Konversation zwischen meiner Zweibeinerin und den kleinen Zweibeinerfreunden meines Bruders anhören und die verlief in etwa so:

„Hat Balu im Sommer auch Popcornpfoten?“

„Popcornpfoten?“, fragte die Zweibeinerin neugierig.

„Ja, riechen seine Pfoten nach dem Spazieren gehen auch nach Popcorn?“, führten die zwei Menschenkinder weiter aus.

Die Zweibeinerin bestätigte dies begleiten von lautem Lachen: „Ja, ja das stimmt, im Sommer hat er Popcornpfoten!“

POPCORNPFOTEN??

ICH?

WELCH EINE VERLEUMDUNG!

Wenn diese frechen Zweibeiner nur wüssten, wonach sie im Sommer riechen!

Allgemein Pfotengeschichten

Umzugschef auf vier Pfoten

Wie konnte das nur passieren? In Wien war es noch nass und manchmal lagen vereinzelt Schneeflöckchen auf der Straße. Ich lebte so vor mich hin – Schlafen – Abenteuer – Training – Schlafen. Da kam doch glatt eines Tages die Zweibeinerin wieder mit den Kisten an. Meine fehlende Begeisterung drückte ich mit einem lauten Schnaufen aus.

Schon wieder!?

Ich wusste was jetzt auf uns zu kam. Sie würde die ganze Wohnung auf den Kopf stellen, alles ausräumen und in Kisten verpacken. Mein Herrchen würde oft zu Besuch kommen – leider nicht um mit mir zu spielen – sondern um Möbel auf und ab zu bauen.

Ich lieb‘ sie ja – das ist ihr großes Glück!

So ein Umzug ist für einen Vierbeiner eine gewaltige Umstellung. Und obwohl ich darin geübt bin – schließlich musste ich dieses Theater nun zum 3. Mal mitmachen – ist es auch für mich eine herausfordernde Zeit.

Was mir dabei half unsere Umzüge zu überstehen?

Ich bin mitten drin, statt nur dabei!!!

Haben wir alles mit?!

Die Zweibeiner meinen zwar ich stehe im Weg rum. Aber in Wahrheit habe ich als einziger den Überblick. Den nächsten Kasten kann ich sicher schon allein aufbauen.

Es ist wichtig für mich zu sehen wie die alte Wohnung Kiste für Kiste leer geräumt wird und die neuen vier Räume Kiste für Kiste zu unserem neuen Zuhause werden.

Ich weiß, einige Zweibeiner denken, so ein Umzug wäre nichts für uns Hunde und deshalb bringen sie uns in dieser Zeit bei Freunden oder Bekannten unter. Aber ich denke, es ist wichtig Abschied zu nehmen von seinem alten Zuhause. Deshalb bin ich froh, dass die Zweibeinerin jedes Mal soviel Geduld aufbrachte und es hinnahm, dass ich den Inhalt aller Kistern kontrollierte und jede Schraube beschnupperte.

Trotz allem hoffe ich – und unter uns gesagt mein ganzes Rudel – dass das nun mal der letzte Umzug für eine Weile war.

Pfotengeschichten

Das Monster in meinem Zuhause

Einmal im Monat bin ich auf Landurlaub in Kärnten. So auch diese Woche. Normalerweise genieße ich da die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Zweibeiner.

Doch dieses Mal ist alles anders.

Sie haben mich ersetzt.

Gleich in zwei Haushalten.

Anscheinend haben sie mich während meiner Wienzeit so vermisst, dass sie sich glatt ein schwarzes Metallding zugelegt haben. Dieser kleine schwarze Roboter stolziert im ganzen Haus herum. Und streberhaft wie es ist, macht er auch noch sauber.

Stellt euch das mal vor! Ich muss mein Zuhause mit einem Staubsaugerroberter teilen.

Zuerst habe ich ihn angeknurrt und wollte ihn verscheuchen. Vergebens.

Dann versuchte ich mich mit ihm anzufreunden. Ebenfalls erfolglos. Der hat keine Lust zum Spielen. Er kennt nur Arbeit, kein Vergnügen.

Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen, ihn einfach zu ignorieren. Zum Glück kommt er nur einmal täglich aus seinem Körbchen. Und da er so gar nicht flauschig ist, stellt er für mich doch keine ernsthafte Konkurrenz dar. Aber insgeheim hoffe ich trotzdem, dass die Zweibeinerin nicht auch auf die doofe Idee kommt, so ein Teil bei uns in Wien anzuschleppen.

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Shopping Samstag – Besuch in Linos Marketerei

Letztens waren wir Lino besuchen. Ihr müsst wissen, Lino ist Geschäftsmann und hat einen wunderbaren kleinen Laden in Mödling, wo es allerhand für Zwei- und Vierbeiner gibt. Und da Lino genau wie ich eigentlich ein richtiger Kärntner-Bub ist, gibt es für all unsere Kärntner Freunde auch einmal im Monat einen Pop-Up-Store am Wörthersee.

Die Zweibeinerin hat mir ein neues Outfit für unseren Urlaub am Meer nächste Woche gekauft und natürlich etwas Leckeres zum Naschen.

Lino habe ich leider nur von weitern gesehen. Als Geschäftsmann muss er nämlich kontrollieren, ob in seinem Laden alles mit rechten Dingen zugeht. Ich hoffe sehr ich sehe ihn mal wenn er frei hat und habe da die Gelegenheit ihn besser kennenzulernen.

Ich glaube die Zweibeinerin und ich werden öfters in der Marketerei vorbeischauen. Dort fühlt man sich nämlich so richtig willkommen!!

Allgemein Pfotengeschichten

Das Kuscheltier-Bermudadreieck unterm Bett

Letztens hat Frauchen ihr riesiges Menschenkörbchen verschoben. Sie dachte wohl, es braucht mal ein bisschen Abwechslung.

Und als sie da so mühevoll das Körbchen Mitte Raum zieht, kamen mein allerliebster Ball sowie Quietschtier zum Vorschein. Ich konnte meinen Augen kaum trauen.  Seit gefühlten Ewigkeiten war ich auf der Suche nach den beiden Spielsachen und habe sie gedanklich schon ganz abgeschrieben. Die Freude war groß und ich brachte beides sofort in mein Körbchen in Sicherheit. Alles hätte ich der Zweibeinerin zugetraut, aber dass die kleine Diebin meine Spielsachen unterm Bett versteckt, das konnte ich erstmal so gar nicht glauben. Ob das wohl eine heimliche Racheaktion für meine kleinen Raubzüge war. Ich muss nämlich gestehen, dass ich auch ganz gern ihre Socken, Handschuhe und am aller aller liebsten ihre Tücher und Schals in mein Körbchen verschleppe.

Ich denke wir sind quitt aber von nun tauche ich besser öfter ins Bermudadreieck unterm Menschenkörbchen ab, um sicherzugehen, dass da unten im Verborgenen nicht meine Spielsachen sehnsüchtig auf mich warten.

Pfotengeschichten

Ich hätte auch so gerne einen Hund, aber….

Immer wieder sprechen uns andere Zweibeiner an, die neben der Anmerkung, wie süß ich doch wäre, den Wunsch nach einen eigenen Vierbeiniger äußern. Die Erfüllung dieses Wunsches scheint jedoch an jeder Menge ABERS zu scheitern.

Meine Zweibeinerin war vor mir auch so ein ABER-Mensch. Insgesamt war sie 2 mal bei diversen Züchtern und einmal in einem Tierschutzheim. Dieser ganze Prozess zog sich über 5 Jahre und dann kam ICH. Mir ist es gelungen ihr Herz im Sturm zu erobern und alle ABERS wegzublasen.

Im Laufe unserer nun mehr 1-jährigen Wohn- und Lebensgemeinschaft hat die Zweibeinerin herausgefunden, was wirklich vorhanden sein muss, um den Schritt zum eigenen Vierbeiner zu gehen. Ich bin sehr gerührt von den Zeilen und denke wir machen das ganz wunderbar, aber lest doch selbst:

Es zählt nicht wie geräumig deine Wohnung ist,

sondern wie viel Platz du in deinem Herzen hast.

Es braucht keinen großen Garten,

sondern großartige gemeinsame Abenteuer.

Wichtig ist nicht wie viel Geld du hast,

sondern wie viel Geld du gewillt bist für ihn zu haben.

Es kommt auch nicht so auf die Quantität der Zeit an,

sondern die Qualität der Momente und Stunden die ihr miteinander verbringt.

Du wirst nicht wissen, wann der richtige Moment da ist, wichtig ist, dass du die momentane Entscheidung für die nächsten Jahre mit besten Wissen und Gewissen tragen kannst.

C.T.

 

Pfotengeschichten

Balljunkie – #not!

Letztens waren wir wieder in unserem Lieblingspark mit der riesigen Hundespielwiese. Ich hatte einen dieser faulen Nachmittage eingelegt an denen ich nur vor mich hindöse. Umso mehr freute ich mich am Abend noch ein paar Artgenossen zum Spielen zu treffen. Der Weg zur Spielwiese war mühsam wie immer. Es kostet mich wirklich sehr viel Überwindung nicht mit voller Wucht an der Leine zu ziehen. Ich habe gelernt meine Freude zu zügel und mich in Selbstbeherrschung zu üben, sonst dauert das Ankommen ewig. Als wir es schließlich geschafft haben und ich das ersehnte „Frei!“ vernahm, startete ich los.

Auf der Wiese waren noch zwei Hunde mit ihren Zweibeinern. Freudig lief ich auf sie zu und forderte sie zum Spielen auf.

Und die – ich konnte es nicht fassen – hatten Null Interesse.

Beide spielten nämlich mit ihren jeweiligen Zweibeinern Ball.

Das sah in etwas so aus, dass die Zweibeiner den Ball warfen, meine Artgenossen diesen nachliefen, wieder zu Herrchen und Frauchen brachten und hechelnd auf den nächsten Wurf warteten.

Ich lief ebenfalls mit. Ohne jedoch den Ball zu nehmen. Ich habe bereits früh gelernt, dass es nicht sehr nett ist, anderen ihr Spielzeug wegzunehmen.

Eine Weile habe ich mir das angeschaut, dann bin ich zurück zu Frauchen gerannt. Genervt schnaufte ich und gab ihr zu verstehen, dass wir die fade Veranstaltung verlassen konnten.

Die Zweibeinerin hat daraufhin Leckerlis in Baumrinden versteckt und mich zum Suchen aufgefordert, was meinen Abendspaziergang noch gerettet hat.

Aber ehrlich gesagt, fand ich das Verhalten dieser Balljunkies fraglich. Versteht mich nicht falsch! Auch ich sage nicht nein zu einem lustigen Ballspiel. Aber ich mag es eben auch sehr mit meinen Artgenossen zu spielen, zu laufen, zu toben und zu schnüffeln. Die Beiden hingegen haben mich nicht mal richtig wahrgenommen so fixiert waren sie auf den Ball. Das kann und möchte ich einfach nicht verstehen.

Erinnerte mich stark an die Zweibeiner die halbe Ewigkeiten in ihren kleinen Kasten (Handy) starren können und nichts anderes mehr wahrnehmen. Wenn das zuweilen meinen Rudelmitgliedern passiert, sehe ich es als meine Aufgabe, sie wieder zurück ins Hier und Jetzt zu holen. Ich schupse dann den kleinen Kasten leicht weg und gebe somit zu verstehen, dass es Spannenderes gibt. Bei meinem Rudel funktioniert das zum Glück, bei den Artgenossen in Park diesmal leider nicht.

Ich hoffe nächstes Mal treffe ich wieder sozialere Artgenossen.

Menschenfreunde Pfotengeschichten

Sit happens – mit Birgit Tauchner bestimmt!

Liebe PfotenfreundInnen ich möchte euch gerne unsere Trainerin vorstellen. Birgit Tauchner von Sit Happens begleitet uns nun schon über ein Jahr. Sie unterstützt die Zweibeinerin und mich seit meiner Welpenzeit und kennt sowohl meine besten Strebermomente als auch meine absolute Flegelphase. Birgits Training ist immer abwechslungsreich und  ihre Leckerlis schmecken einfach besser als die von Frauchen. Deshalb verzeihe ich es ihr auch, wenn sie meine Zweibeinerin zu mehr Strenge ermahnt oder ihr wieder mal einen neuen Floh ins Ohr setzt.

Die Zweibeinerin und ich sprechen unsere wärmste Empfehlung aus. Aber am besten lernt ihr Birgit gleich mal selbst kennen:

 

Erzähl uns, warum du Hundtrainerin geworden bist?

Dank der Liebe zur Natur, zur Kommunikation und zu pädagogischer Kreativität, die nützlich sind, wenn man mit einer anderen Spezies Regeln aushandelt (zB. über einen gestibizten Socken, oder über das verlockende neue Kinderspielzeug, das der Hund nie haben darf, etc.)

 

Was ist das Tollste an deinem Job?

Frische Luft und Kunden, die bei fast jedem Wetter mit ihrem Hund trainieren. Die Methode der positiven Verstärkung richtet die Aufmerksamkeit auf die Bereiche, die wir gut finden und fördern möchten. Jedem unerwünschten Verhalten geht ein erwünschtes Verhalten voran. Sie können sich vorstellen, welche Bereicherung diese Perspektive mit sich bringt.

 

Gibt es ein Erfolgserlebnis beim Training, dass dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Schnelle Erfolge kommen überraschend – das ist natürlich immer wieder toll.

Ein Hund der Angst vor Umweltreizen hatte, ist mir besonders in Erinnerung. Durch Verständnis für sein Empfinden haben die Besitzer das passende Distanz-Management geboten, sodass sich der Hund beständig den Angstauslösern neugierig zuwenden konnte. Da gibt es viele freudige Kleinstschritte wie: eine Kastanie ist zu Boden gefallen, und er ist nur kurz erschrocken.

 

Was sind deiner Meinung nach, die wichtigsten Kommandos, die ein Hund lernen sollte und warum?

FREI ! Auflösen eines Kommandos ist eine wichtige Information für den Hund, für die Menschen ist meist das Sitz wichtiger. Der Hund kann das ‚Sitz‘ viel sicherer halten, wenn er gelernt hat, dass ‚Sitz‘ dauert bis zum ‚FREI‘. ‚FREI‘ wird daher auch immer eine ganz tolle Belohnung sein. zum Beispiel: Frei, die Leine ist offen ich laufe zum Hundefreund.

‚WARTEN‘ ruhig abwarten ist für lebenslustige arbeitsfreudige Hunde sehr schwierig, doch auch sehr wichtig.

‚RÜCKRUF‘ denn ein gut gelernter Rückruf ist das Ticket für Freilauf.

 

Anmerkung von Balu: Warten ist eeeecht schwer!

 

Wer braucht eigentlich mehr Training? Die Hunde oder die Besitzer?

Die Hunde brauchen meistens in einer der vielen wichtigen Disziplinen mehr Training. Sie entwickeln sich und werden besser, da brauchen Menschen wieder neuen Input, welche neuen Herausforderungen anstehen.

Menschen brauchen etwas Übung im Handling und im Timing.

 

Magst du uns noch etwas mit auf den Weg geben?

Hundeerziehung ist Dauerbetrieb, doch niemand kann permanent alles richtig machen. Ruhiges Verhalten fördern ist bei manchen Hunden eine große Herausforderung. Managementmaßnahmen sind ein sehr wichtiger Faktor, damit der Hund nicht unerwünschtes Verhalten übt, während die Trainingsschritte erst gelernt werden müssen.

 

Danke Birgit, für all die lehrreichen Trainingsstunden bei dir und für dieses informative Interview! Man merkt einfach wie sehr du deinen Job liebst!

 

Steckbrief:
Birgit Tauchner
Webseite: www.sithappens.at
Telefon: 0660 469 13 77
Email: training@sit-happens.at
Abenteuer Pfotengeschichten

Lignano Sabbiadoro

… ein riesiger Sandhaufen nur für mich alleine.

Meine erste Auslandsreise führte mich ans Meer. Im Herbst war es soweit. Die Zweibeinerin schnappte die Stadtleine und die Schleppleine. Ich bekam mein Geschirr umgeschnallt, sie nahm den Leckerlibeutel mit und den Koffer. Letzteres ist ein wichtiges Indiz dafür, dass ein großes Abenteuer bevorsteht. Ich muss ja gestehen, der Sache mit dem Koffer vertraue ich noch  immer nicht ganz. Manchmal packt die Zweibeinerin den Koffer nur für mich und ich mache Urlaub beim Herrchen oder den Großeltern, dann wiederum kommt es vor, dass Frauchen den Koffer nimmt und ohne mich verreist während ich bei einem anderen Rudelmitglied bleibe und dann gibt es noch den Fall – und dieser trifft zum Glück zu 80 Prozent zu – dass wir gemeinsam verreisen. Aber nun ja, sicher sein kann man sich nie und deshalb prüfe ich immer genauestens den Inhalt des Koffer. Und manchmal wenn ich unbedingt mitkommen möchte, setzte ich mich sogar hinein und verhalte mich ruhig und besonders unauffällig.

Aber nun gut, diesmal war klar, dass wir gemeinsam verreisen würden.

Ich möchte mich ja nicht beschweren, aber die Reise dauerte ein wenig und ich habe mich auf der Rückbank schon sehr gelangweilt. Aber die Strapazen haben sich ausgezahlt. Als wir endlich ankamen, stiegen mir neuartige Gerüche in die Nase. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu schnüffeln. Wir gingen eine kleine Straße entlang und dann erblickte ich sie – die aller aller riesigste Sandkiste, die ich je gesehen hatte. Ich steckte den Sand in die Nase, rannte so schnell ich konnte und hüpfte über unzählige Sandgräben. Was für eine Freude.

Am langen Ende der Sandkiste, entdeckte ich ganz viel Wasser. Durch das viele Rennen durstig geworden, ging ich mit der Zweibeinerin zum Wasser. Doch liebe Artgenossen, ich möchte euch hiermit warnen, falls ihr jemals zu der großen Sandkiste fahrt, gebt Acht vor dem Wasser. Dieses ist nämlich ziemlich frech und unverschämt. Sobald ich mein Pfötchen reinstreckte, sprang es mich an. Kurz darauf verhielt es sich wieder ganz ruhig. Als ich jedoch abermals allen Mut zusammen nahm und zum Wasser tapste, um mich abzukühlen, rannte es mir wieder entgegen. Das hat mich ganz schön geärgert. Zu alle dem war an Erfrischung nicht zu denken, denn das Wasser ist einfach ungenießbar.

Als wir später in der Stadt waren und mir eine nette Damen mit dem Worten „Che carino. Dai, ti do due coccole!“ einen Wassernapf reichte, war ich schon etwas skeptisch. Aber Freunde, ihr könnt beruhigt sein, das Wasser ist nur in der Nähe der Sandkiste ekelig, überall sonst ist es normal.

 

 

Bewertung:

Reisedauer: Kärnten – Lignano (2h30 mit dem Auto)

Anstrengung: variabel. Spaziergangsempfehlung: Strandbüro Nummer 11 bis zur Strada del Mare.

Spaßfaktor: 5 Pfoten

Schnüffelfaktor: 3 Pfoten

Begegnungen: Von Ende September bis Ende Oktober und von März Mitte April kann man am Strand mit Hunden spazieren.

Leine: Schleppleine

Pfotengeschichten

Das Rudel

Meine ersten Lebenswochen …

Vor nicht so langer Zeit erkundete ich noch gemeinsam mit meinen Geschwistern die Welt. Zu siebent haben wir jeden Tag gespielt, unserer Kräfte gemessen und getollt wie die Wirbelwinde.

Ein kleiner Einblick gefällig: Cindy’s Rasselbande

Familientreffen …

Ein halbes Jahr später habe ich Mama Cindy wiedergesehen. Ich weiß ja, die Zweibeiner sagen, dass wir Hunde uns nicht an unsere Mama erinnern und unsere Geschwisterchen auch nicht wiederkennen. Naja, bitte. Lassen wir sie in dem Glauben. Ich kann euch nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten und der riesigen Freude, als die Autotüre aufging und ich begriff, dass wir in meinem Welpenzuhause waren. Kaum ausgestiegen, kam Mama Cindy auf mich zu gerannt. Die Arme. Wir Kids haben ihr ganz schön zugesetzt. Sie ist nämlich geschrumpft. Ich war nun gut einen Kopf größer als sie. Aber pst. Ich habe mir nichts anmerken lassen. Schließlich ist sie ja meine Hundemama.