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Wien und Umgebung

Wien und Umgebung

Ein nasser Hund ist ein glücklicher Hund

Das Wasser und ich haben unsere Freundschaft sehr vorsichtig und nicht ohne Zögern meinerseits begonnen. Ich kann mich noch sehr genau an die ersten Regenspaziergänge erinnern. An die Wand gedrückt, schutzsuchend vor den beißenden Tropfen, sah ich die Zweibeiner mit großen vorwurfsvollen Kopfaugen an.

Dann kam der Sommer. Es wurde richtig warm und ich sah all die Vierbeiner, die sich im Wasser vergnügten. Somit beschloss ich, dem kalten Nass noch eine Chance zu geben. Und siehe da, das Plantschen war sehr angenehm.

Aber Schwimmen? Das war dann doch noch mal ein ganz anderes Kaliber. Zum Glück hatte ich die allerbeste Schwimmlehrerin. Cheetha gab mir das Vertrauen, mich vom Ufer zu entfernen und darauf los zu strampeln.

Heute kann ich mir nichts Schöneres vorstellen. Sobald ich auch nur den kleinsten Bach oder eben die größte Lache entdecke, kühle ich mich darin genussvoll ab.

Derzeit sind unsere liebsten Plätzchen an der Lobau und der  Süssenbrunner Teich.

In der Lobau genießen wir die Ruhe und das Privileg unter uns zu sein. Süssenbrunn ist hunde- und familientauglich. Der Vierbeiner sollte sich aber gut mit Artgenossen verstehen. Im Mai und Juni ist es in Süssenbrunn herrlich, anschließend ist das Wasser zu verschmutzt, um darin noch zu baden. Das bedeutet, dass wir weiter auf Entdeckungsreise nach geeigneten Plätzchen gehen und euch dann berichten.

Und Tipps von euch sind natürlich auch jederzeit willkommen :-)!

Einen lieben Gruß euer hundemüder Balu.

Allgemein Wien und Umgebung

Die schönsten Hundezonen in Wien – approved by Balu

Als einziger meiner 7 Geschwister bin ich ein Stadtkind geworden. Viele Menschen denken, ein Hund in der Stadt sei wirklich arm. Meine Zweibeinerin ist der Ansicht, dass es nicht auf die Größe des Gartens, sondern auf die Großartigkeit der Abenteuer ankommt.

In Wien haben wir richtig schöne Hundezonen und diese möchten wir euch heute vorstellen. Normalerweise denken viele bei dem Wort Hundezone an diese beengten, eingezäunten Flächen, wo man vergeblich nach ein bisschen Gras Ausschau halten muss. Ja, die gibt es zwar, aber die besuchen wir nie.

Damit für uns eine Hundezone in Frage kommt, muss sie über eine große Grünfläche, ein paar Bäumchen und richtig viel Platz zum Toben für mich und Spazieren für die Zweibeiner verfügen. Pluspunkte sind natürlich noch ein Bach oder See zum Abkühlen oder zumindest ein Wasserspender, falls die Zweibeinerin nicht an meine Wasserflasche gedacht hat.

Da wir Abwechslung lieben, fällt es uns schwer eine Reihung vorzunehmen, weshalb wir einfach mal drauflos empfehlen:

 

Heubergstätten

Die Fakten:

10. Bezirk, ca. 135 000 m2, nicht eingezäunt und kein Wasserspender

Die Empfehlung:

Diese Parkanlage finden wir klasse, weil sie weitläufig ist und durch ihre Fläche einen entspannten Spaziergang ohne Leine erlaubt. Die Hundezone ist eine Art Begegnungszone, man trifft Familien mit Kindern beim Drachensteigen ebenso wie Spaziergänger. Die Wiese lädt zum Ballspielen ein und unter den Bäumen kann man im Sommer einfach mal entspannen.

 

 

Erholungsgebiet Wienerberg

Die Fakten:

10. Bezirk, ca. 8500m2, eingezäunt, kein Wasserspender

Die Empfehlung:

Im Erholungsgebiet Wienerberg sind Hunde grundsätzlich an der Leine erlaubt. Es gibt jedoch auch eine große, eingezäunte Hundezone zum Freilaufen und im kleineren der beiden Teiche werden auch immer wieder Vierbeiner beim Abkühlen gesichtet.

 

Prater

Die Fakten:

2. Bezirk, ca. 230 000m2, nicht eingezäunt, kein Wasserspender

Die Empfehlung:

Eine der wohl größten Freilaufzonen befindet sich im Prater. Dort kann man wunderbar durchs Unterholz schnüffeln, über umgefallene Baumstämme springen oder darauf herumklettern. In dieser Freilaufzone kann man ohne Leine eine längere Strecke zurücklegen. Der Hund sollte mit anderen Vierbeinern – dh sowohl Hund als auch Pferde – verträglich und abrufbar sein.

 

 

Roter Berg

Die Fakten:

13. Bezirk, ca. 8000m2, nicht eingezäunt, kein Wasserpender

Die Empfehlung:

Ein schöner, großflächiger Hügel zum Toben. Leider erwecken die vielen Raben in dem ein oder anderen Vierbeiner den Jagdinstinkt. Für Zweibeiner bietet diese Zone einen traumhaften Blick über Wien.

 

 

Auer-Welsbach-Park

Die Fakten:

15. Bezirk, ca. 10 000m2, nicht eingezäunt, Wasserspender

Die Empfehlung:

Mitten im Park befindet sich eine große Wiese für Hunde. Die Wiese ist nicht eingezäunt und grenzt an die restlichen Parkanlagen. Interessanterweise sehen wir nie Hunde, die ohne Leine den Hundebereich verlassen. Das Territorialitätsprinzip scheint sehr klar zu sein. Großartig ist der Wasserspender – denn nach dem Spielen kann man schon mal sehr durstig werden.

 

 

Spitalwiese

Die Fakten:

14. Bezirk, ca. 25 500, nicht eingezäunt, kein Wasserspender aber ein Bach 😉

Die Empfehlung:

Die Spitalwiese ist unsere jüngste Entdeckung und derzeit unsere absolute Lieblingswiese. Eine große Lichtung, ein Bach und kaum andere Zwei-und Vierbeiner, somit unsere absolute Ruheoase. Hin und wieder sieht man Mountainbiker in weiter Ferne aber die stören nicht. Wir haben wirklich hin und her überlegt, ob wir diesen Geheimtipp verraten, aber andererseits, warum nicht. Wir freuen uns den einen oder anderen von euch dort mal zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien und Umgebung

Steinbruchsee – Kaltenleutgeben

Nachdem wir bereits einmal in Kaltenleutgeben waren und sich unsere Begeisterung anfangs in Grenzen hielt, wir dann aber ein wunderschönes Plätzchen entdeckten, gaben wir dem Ort noch eine Chance. Diesmal sollte der Steinbruchsee unser Ziel sein. Inmitten eines Naturschutzgebietes, bietet der See ein kleines Erholungsgebiet sowie eine erfrischende Abkühlung für Zwei- und Vierbeiner.

So haben wir uns das zumindest vorgestellt.

Tatsächlich hatten wir einen anderen Eindruck.

Nachdem wir das Auto am Straßenrand parkten, gingen wir eine kleine mit Fahrbahnschäden übersäte und von Eisenzäunen umzingelte Landstraße hinauf. Die alten Bauteile am Straßenrand hab ich gleich mal für eine kleine Agility Einheit umfunktioniert während die Zweibeinerin vor einem großen rot-weißen Schranken innehielt.

 

Na was nun? Gehen wir weiter oder nicht? Komm schon Frauchen, so ungelenkig bist du nun auch wieder nicht. Wir können da doch ganz grazil durchschlüpfen.

Sie schien meine Gedanken gelesen zu haben und wir passierten den Schranken. Ein Stückchen weiter kamen wir auf eine große Wiese. Die Zweibeinerin mustertet wenig begeistert die leeren Flaschen und Scherben am Boden. Ich hingegen sah in der Ferne bereits das Wasser im See schimmern. In puncto – lenke deine Aufmerksamkeit auf das Positive im Leben – muss die Zweibeinerin noch einiges von mir lernen.

Zum Glück folgte sie meiner Aufforderung und wir schritten Richtung Wasser und was dann kam, könnt ihr euch denken – mein erstes richtiges Frühlingsbad. Einfach fabelhaft. Vorausschauenderweise hat die Zweibeinerin mein Handtuch eingepackt, das ich nach dem Bad genüsslich vor mir herschleppte.

Wir trafen noch den ein oder anderen Zweibeiner, aber so richtig wohl fühlten wir beide uns während dieses Ausfluges nicht.

Mein Fazit, ganz nett, aber Frauchen, ich glaube du stimmst mir zu, wenn ich hier festhalte, dass wir diesmal keine Empfehlung abgeben.

Um unseren Ausflug zu einem schönen Ausklang zu verhelfen, sind wir nochmal zum Keltischen Baumkreis wenige Kilometer weitergefahren. Während ich auf der Wiese umhersprang hat die Zweibeinerin ihr Mittagessen gesammelt. Ich wusste gar nicht, dass es so schlecht um uns steht, dass wir jetzt Gras essen müssen. Ich habe die komischen Blätter gekostet – die waren wirklich ungenießbar.

Zuhause bekam ich dann zum Glück etwas anständiges zu Essen während die Zweibeinerin sich mit diesen Blättern über Nudeln begnügte.

Anmerkung der Zweibeinerin: In Kaltenleutgeben kann man Mitte April  jede Menge Bärlauch pflücken!

Wien und Umgebung

Neusiedlersee

Sonntag ist ja bei uns meist Abenteuertag. So auch heute. Diesmal haben wir die etwas weitere Umgebung rund um Wien erkundet. Als wir ankamen, musste ich meine Freude gleich mal mit einem Bellkonzert zum Ausdruck bringen. Die Zweibeinerin schien darüber weniger erfreut. Insgesamt hatte ich heute leider den Eindruck, dass wir andere Erwartungen an den Ausflug hatten. Es war der erste Frühlingstag, nach dem doch etwas langem Winter und wir befanden uns an einem See. Ich wollte somit klarer Weise tollen, schwimmen und mit anderen Vierbeinern spielen. Die Zweibeiner hingegen hatten vor gemächlich am Wasser entlang zu schlendern und Sonne zu tanken. Wie ich bereits erwähnte – wir hatten entgegengesetzte Vorstellungen von einem perfekten Tag. Ebenso gestalteten sich auch die ersten paar Meter unseres Seespaziergangs. Ich zog mit allen Kräften hin zum Wasser, die Zweibeinerin blieb stehen, sobald die Leine gespannt war. Ich ging drei Schritte im  leichten Trab und zog dann wieder mit aller Wucht an der Leine – die Zweibeinerin blieb stehen. Ich war genervt und bellte – sie war genervt und schnaufte begleitet von einem „Baluuuu!“ – in dem Stimmton, den ich gar nicht leiden kann.

Schließlich haben wir doch noch einen Kompromiss gefunden – ich durfte an der Schleppleine laufen und auch genüsslich mein erstes Frühlingsbad nehmen – natürlich begleitet von kritischen Blicken. Dafür akzeptierte ich die Leine, auch wenn ich es nicht unterlassen konnte, meine Zweibeiner auf all meine frei laufenden Artgenossen hinzuweisen.

Ich glaube wir haben das beste aus unserem Ausflug rausgeholt, aber wir hatten beide schon durchaus mehr Spaß.

 

 

Bewertung

Spaßfaktor: 3 Pfoten

Schnüffel- und Schwimmspaß: 4 Pfoten

Leine: Es herrscht Leinenpflicht, obwohl diese zu dieser Jahreszeit von vielen ignoriert wird

 

 

 

Abenteuer Wien und Umgebung

Husarentempel – Mödling

Für den Ausflug müsst ihr gut bei Pfote sein und bestenfalls haben eure Zweibeiner Wasser und eine Schleppleine mit. Es sieht aus wie in der Toskana – sagt die Zweibeinerin zumindest – ist jedoch ganz in der Nähe von Wien. Der Hussarentempel ist jedenfalls einen Ausflug wert. Der Föhrenwald bietet eine herrliche Schnüffelatmosphäre und da es unterschiedliche Wege gibt, traf Frau und Hund – zumindest im Februar – nicht all zu viele anderen Menschen beim Auf- und Abstieg. An der Spitze angekommen wuselte es aber dann doch ganz schön von Familien, MountainbikerInnen und auch den ein oder anderen Vierbeiner habe ich voller Freude entdeckt. Spätestens vor den letzten Metern zum Husarentempel, solltet ihr euch die Leine anlegen lassen, liebe Artgenossen. Glaubt mir es ist wesentlich stressfreier so.

Oben angelangt kann man seinen Blick weit über das Tal schweifen lassen und ein bisschen genießen und verschnaufen bevor es wieder nach unten geht.

Vom Parkplatz sind es ungefähr 40 Minuten zu Fuß und je nach ausgewählter Strecke erwarten einen ein steiler bis mittlerer Anstieg.

 

Bewertung:

Anstrengung: 4 Pfoten

Spaßfaktor: 4 Pfoten

Schnüffelfaktor: 5 Pfoten

Hundebegegnungen: 3 Pfoten

Leine: ja, Schleppleine

Abenteuer Wien und Umgebung

Keltischer Baumkreis – Kaltenleutgeben

Letztes Jahr im Sommer kam Frauchen von der Arbeit nach Hause, zog mir ruckzuck mein Geschirr an und packte mich ins Auto. Damals waren wir erst seit kurzem mobil. Der kleine Rote Flitzer hat unsere Abenteuerlust noch gesteigert. Es war ein schöner lauer Sommerabend und wir fuhren einfach mal drauf los. Meine Zweibeinerin hatte sich in den Kopf gesetzt, Kaltenleutgeben zu erkunden. Doch als wir ankamen, waren wir beide enttäuscht. Wir sind einmal durch den Ort durchgefahren und haben entschieden wieder nach Hause zu fahren und irgendwo am Wegrand einfach stehen zu bleiben. Dem Navi sei dank, hat es uns nicht auf dem selben Weg zurück nach Wien geschickt. Am Ortsende von Kaltenleutgeben haben wir ein kleines Waldstück entdeckt. Die Zweibeinerin zögerte zwar, aber mein erfreutes Bellkonzert überzeugte sie.

Nach einem kleinen Waldweg kamen wir auf eine wunderschöne Lichtung und entdeckten durch Zufall den Keltischen Baumkreis.

Mein Fazit: Liebe Zweibeiner, folgt einfach ab und zu eurer Intuition. Sie führt euch zu fabelhaften Orten.

 

Bewertung

Anstrengung: 2 Pfoten

Spaßfaktor: 5 Pfoten

Schnüffelfaktor: 4 Pfoten

Hundebegegnungen: kaum

Leinenpflicht: nein / Schleppleine bei Jagdtrieb