Menschenfreunde

Das Model und die Fotografin – Interview mit Hundefotografin Sigrid Körbler

Vor ein paar Wochen war es ja soweit. Die Zweibeinerin und ich haben an einem Fotowalk teilgenommen. Ich muss euch verraten, dass die Zweibeinerin kurz vor dem Walk kalte Pfoten bekommen hat und absagen wollte. Sie sorgte sich um mich und hatte befürchtet, dass ich gar nicht ruhig sitzen oder liegen bleiben würde. Sigrid, eine der beiden Fotografinnen konnte sie jedoch beruhigen. Und so bin ich doch noch zu meinem ersten Modeltermin gekommen. Das mit dem ruhig sitzen bleiben war dann wirklich recht anstrengend, aber Sigrid hat eine Engelsgeduld und schlussendlich wunderschöne Fotos von mir aufgenommen.

Meine bessere Hälfte hat sich überlegt, dass vielleicht viele Interesse daran hätten, ihre liebsten Vierbeiner ablichten zu lassen. Deshalb hat sie prompt Sigrid zum Interview gebeten und die hat uns spannende Einblicke in ihre Arbeit gegeben.

Doch lest am besten gleich selbst:

1.Wie bist du zur Hundefotografie gekommen?

Ich bin mit Tieren aufgewachsen und hatte immer schon einen guten Draht zu den Vierbeinern. Und ich fotografiere seit meiner Schulzeit. Da hat es sich irgendwie ganz „logisch ergeben“, diese beiden Leidenschaften zu verbinden 😉 Nachdem ich die Fotografie hauptberuflich betreibe, fotografiere ich aber nicht nur Hunde/Tiere, sondern auch Menschen und gewerbliche Aufträge. Die Tiere sind aber sicher der Bereich, der mir am meisten am Herzen liegt 🙂

2. Was unterscheidet diese von anderen Arten der Fotografie?

Bei der People Fotografie kann man eindeutige Positionsanweisungen geben, Produkte oder Architektur bewegen sich nicht und man kann vollkommen frei über Standpunkt und Positionierung entscheiden. All das geht bei Tieren nicht. Das heißt, man braucht deutlich mehr Geduld und Geschick, auf den perfekten Moment zu warten und diesen dann auch einzufangen. Natürlich kann man (den meisten 😉 ) Hunden auch Anweisungen geben und es gibt einige Tricks, um die Blickrichtung oder den Ausdruck zu beeinflussen, aber ein „Blick etwas weiter nach oben“ oder „Schnauze einen Zentimeter nach links bitte“ geht natürlich nicht.

Im Endeffekt darf man sich also bei Tieren nicht so sehr auf eine ganz bestimmte Art von Bild versteifen. Nicht jedes Motiv ist mit jedem Tier machbar, aber es sind von jedem Tier schöne Fotos möglich.

3. Verrate uns bitte, das Tollste und Schwierigste an deinem Job.

Abgesehen davon, dass ich einfach das mache, was ich liebe, ist das Beste definitiv der Abwechslungsreichtum. Man hat ständig neue Motive vor der Linse, lernt laufend neue Menschen und Tiere kennen, hat dauernd wechselnde Rahmenbedingungen beim Arbeiten und auch der Arbeitsprozess selbst enthält viele unterschiedliche Tätigkeiten von der Planung und Vorbereitung eines Shootings über die Aufnahme selbst bis zur Entwicklung/Bearbeitung und schließlich dem fertigen Bild. Dann kommt auch noch das Unterrichten in Workshops oder Einzelcoachings dazu, also noch einmal eine zusätzliche Abwechslung.

Und dann ist eines der besten Dinge gleichzeitig auch eines der schwierigsten: Ich bin meine eigene Chefin 😉 Denn das Schwierigste ist wohl das „Überleben“ und der ganze Verwaltungsaufwand drumherum, wenn man selbständig ist. Wer nur fotografieren möchte, sollte dies niemals beruflich tun. Da kommen dann nämlich plötzlich so viele „gar nicht so lustige“ Aufgaben dazu, ohne die es nicht geht. Werbung, Marketing, Sales, Buchhaltung, Steuern, rechtliches Know-How, etc.

5. Was macht dir mehr Spaß das Erstellen oder die Bearbeitung der Fotos?

Ich würde sagen, das ist situations- und nicht zuletzt auch stimmungsabhängig. Es gibt bei beiden Komponenten Faktoren, die es mehr oder weniger angenehm machen können. Und manchmal freut einen auch das eine oder andere gerade einfach nicht (wobei mir das zugegebenermaßen beim Fotografieren seltener passiert als beim Bearbeiten).

6. Wie wichtig sind Soziale Medien (Facebook, Instagram) für deine Arbeit?

Mein Verhältnis zu Sozialen Medien lässt sich wohl ganz gut mit U2’s Songtext auf den Punkt bringen… „I can’t live – with or without you“ ;))) Sicher generiert man mal den einen oder anderen Auftrag über diese Plattformen, aber genaugenommen steht der Zeitaufwand, den man hierfür hinein stecken muss, nicht dafür. Das allermeiste kommt eigentlich über Mundpropaganda. Und außerdem halte ich absolut gar nichts von diesen „wer hat mehr Likes“ oder „wer hat mehr Follower“ – sorry – Schwanzvergleichen oder gar „like for like“ oder „follow for follow“ Spielchen.

Andererseits kann man natürlich nicht leugnen, dass Soziale Medien (langsam aber doch) dabei helfen, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Und man wird heutzutage auch schon fast schief angeschaut, wenn man als Fotograf nicht auf den einschlägigen Plattformen vertreten ist. Ich habe mich z.B. lange Zeit gegen Instagram gewehrt, letztendlich dann aber doch irgendwann nachgegeben – nicht zuletzt genau deswegen 😉 Es geht also auch nicht ohne.

7. Welchen Satz sagst du in deinem beruflichen Alltag am öftesten?

Diverse Sätze in Bezug auf das gerade vorhandene Licht, sowie: „Wo hab ich jetzt wieder meinen Objektivdeckel hin getan?!“ 😉

 

Liebe Sigrid, herzlichen Dank für das tolle Interview, das uns einen ganz persönlichen Einblick in deine Arbeit erlaubt hat. Wir können unterschreiben, dass du das was du tust auch wirklich liebst! Du wirst uns sicher bald wieder vor die Linse bekommen!

 

Unsere Interviewpartnerin:

Lanigraphy – Sigrid Körbler
+43 – 650 – 44 99 552
Pfotengeschichten

Das Monster in meinem Zuhause

Einmal im Monat bin ich auf Landurlaub in Kärnten. So auch diese Woche. Normalerweise genieße ich da die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Zweibeiner.

Doch dieses Mal ist alles anders.

Sie haben mich ersetzt.

Gleich in zwei Haushalten.

Anscheinend haben sie mich während meiner Wienzeit so vermisst, dass sie sich glatt ein schwarzes Metallding zugelegt haben. Dieser kleine schwarze Roboter stolziert im ganzen Haus herum. Und streberhaft wie es ist, macht er auch noch sauber.

Stellt euch das mal vor! Ich muss mein Zuhause mit einem Staubsaugerroberter teilen.

Zuerst habe ich ihn angeknurrt und wollte ihn verscheuchen. Vergebens.

Dann versuchte ich mich mit ihm anzufreunden. Ebenfalls erfolglos. Der hat keine Lust zum Spielen. Er kennt nur Arbeit, kein Vergnügen.

Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen, ihn einfach zu ignorieren. Zum Glück kommt er nur einmal täglich aus seinem Körbchen. Und da er so gar nicht flauschig ist, stellt er für mich doch keine ernsthafte Konkurrenz dar. Aber insgeheim hoffe ich trotzdem, dass die Zweibeinerin nicht auch auf die doofe Idee kommt, so ein Teil bei uns in Wien anzuschleppen.

Pfotengeschichten

Shopping Samstag – Besuch in Linos Marketerei

Letztens waren wir Lino besuchen. Ihr müsst wissen, Lino ist Geschäftsmann und hat einen wunderbaren kleinen Laden in Mödling, wo es allerhand für Zwei- und Vierbeiner gibt. Und da Lino genau wie ich eigentlich ein richtiger Kärntner-Bub ist, gibt es für all unsere Kärntner Freunde auch einmal im Monat einen Pop-Up-Store am Wörthersee.

Die Zweibeinerin hat mir ein neues Outfit für unseren Urlaub am Meer nächste Woche gekauft und natürlich etwas Leckeres zum Naschen.

Lino habe ich leider nur von weitern gesehen. Als Geschäftsmann muss er nämlich kontrollieren, ob in seinem Laden alles mit rechten Dingen zugeht. Ich hoffe sehr ich sehe ihn mal wenn er frei hat und habe da die Gelegenheit ihn besser kennenzulernen.

Ich glaube die Zweibeinerin und ich werden öfters in der Marketerei vorbeischauen. Dort fühlt man sich nämlich so richtig willkommen!!

Allgemein Pfotengeschichten

Das Kuscheltier-Bermudadreieck unterm Bett

Letztens hat Frauchen ihr riesiges Menschenkörbchen verschoben. Sie dachte wohl, es braucht mal ein bisschen Abwechslung.

Und als sie da so mühevoll das Körbchen Mitte Raum zieht, kamen mein allerliebster Ball sowie Quietschtier zum Vorschein. Ich konnte meinen Augen kaum trauen.  Seit gefühlten Ewigkeiten war ich auf der Suche nach den beiden Spielsachen und habe sie gedanklich schon ganz abgeschrieben. Die Freude war groß und ich brachte beides sofort in mein Körbchen in Sicherheit. Alles hätte ich der Zweibeinerin zugetraut, aber dass die kleine Diebin meine Spielsachen unterm Bett versteckt, das konnte ich erstmal so gar nicht glauben. Ob das wohl eine heimliche Racheaktion für meine kleinen Raubzüge war. Ich muss nämlich gestehen, dass ich auch ganz gern ihre Socken, Handschuhe und am aller aller liebsten ihre Tücher und Schals in mein Körbchen verschleppe.

Ich denke wir sind quitt aber von nun tauche ich besser öfter ins Bermudadreieck unterm Menschenkörbchen ab, um sicherzugehen, dass da unten im Verborgenen nicht meine Spielsachen sehnsüchtig auf mich warten.

Allgemein Wien und Umgebung

Die schönsten Hundezonen in Wien – approved by Balu

Als einziger meiner 7 Geschwister bin ich ein Stadtkind geworden. Viele Menschen denken, ein Hund in der Stadt sei wirklich arm. Meine Zweibeinerin ist der Ansicht, dass es nicht auf die Größe des Gartens, sondern auf die Großartigkeit der Abenteuer ankommt.

In Wien haben wir richtig schöne Hundezonen und diese möchten wir euch heute vorstellen. Normalerweise denken viele bei dem Wort Hundezone an diese beengten, eingezäunten Flächen, wo man vergeblich nach ein bisschen Gras Ausschau halten muss. Ja, die gibt es zwar, aber die besuchen wir nie.

Damit für uns eine Hundezone in Frage kommt, muss sie über eine große Grünfläche, ein paar Bäumchen und richtig viel Platz zum Toben für mich und Spazieren für die Zweibeiner verfügen. Pluspunkte sind natürlich noch ein Bach oder See zum Abkühlen oder zumindest ein Wasserspender, falls die Zweibeinerin nicht an meine Wasserflasche gedacht hat.

Da wir Abwechslung lieben, fällt es uns schwer eine Reihung vorzunehmen, weshalb wir einfach mal drauflos empfehlen:

 

Heubergstätten

Die Fakten:

10. Bezirk, ca. 135 000 m2, nicht eingezäunt und kein Wasserspender

Die Empfehlung:

Diese Parkanlage finden wir klasse, weil sie weitläufig ist und durch ihre Fläche einen entspannten Spaziergang ohne Leine erlaubt. Die Hundezone ist eine Art Begegnungszone, man trifft Familien mit Kindern beim Drachensteigen ebenso wie Spaziergänger. Die Wiese lädt zum Ballspielen ein und unter den Bäumen kann man im Sommer einfach mal entspannen.

 

 

Erholungsgebiet Wienerberg

Die Fakten:

10. Bezirk, ca. 8500m2, eingezäunt, kein Wasserspender

Die Empfehlung:

Im Erholungsgebiet Wienerberg sind Hunde grundsätzlich an der Leine erlaubt. Es gibt jedoch auch eine große, eingezäunte Hundezone zum Freilaufen und im kleineren der beiden Teiche werden auch immer wieder Vierbeiner beim Abkühlen gesichtet.

 

Prater

Die Fakten:

2. Bezirk, ca. 230 000m2, nicht eingezäunt, kein Wasserspender

Die Empfehlung:

Eine der wohl größten Freilaufzonen befindet sich im Prater. Dort kann man wunderbar durchs Unterholz schnüffeln, über umgefallene Baumstämme springen oder darauf herumklettern. In dieser Freilaufzone kann man ohne Leine eine längere Strecke zurücklegen. Der Hund sollte mit anderen Vierbeinern – dh sowohl Hund als auch Pferde – verträglich und abrufbar sein.

 

 

Roter Berg

Die Fakten:

13. Bezirk, ca. 8000m2, nicht eingezäunt, kein Wasserpender

Die Empfehlung:

Ein schöner, großflächiger Hügel zum Toben. Leider erwecken die vielen Raben in dem ein oder anderen Vierbeiner den Jagdinstinkt. Für Zweibeiner bietet diese Zone einen traumhaften Blick über Wien.

 

 

Auer-Welsbach-Park

Die Fakten:

15. Bezirk, ca. 10 000m2, nicht eingezäunt, Wasserspender

Die Empfehlung:

Mitten im Park befindet sich eine große Wiese für Hunde. Die Wiese ist nicht eingezäunt und grenzt an die restlichen Parkanlagen. Interessanterweise sehen wir nie Hunde, die ohne Leine den Hundebereich verlassen. Das Territorialitätsprinzip scheint sehr klar zu sein. Großartig ist der Wasserspender – denn nach dem Spielen kann man schon mal sehr durstig werden.

 

 

Spitalwiese

Die Fakten:

14. Bezirk, ca. 25 500, nicht eingezäunt, kein Wasserspender aber ein Bach 😉

Die Empfehlung:

Die Spitalwiese ist unsere jüngste Entdeckung und derzeit unsere absolute Lieblingswiese. Eine große Lichtung, ein Bach und kaum andere Zwei-und Vierbeiner, somit unsere absolute Ruheoase. Hin und wieder sieht man Mountainbiker in weiter Ferne aber die stören nicht. Wir haben wirklich hin und her überlegt, ob wir diesen Geheimtipp verraten, aber andererseits, warum nicht. Wir freuen uns den einen oder anderen von euch dort mal zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien und Umgebung

Steinbruchsee – Kaltenleutgeben

Nachdem wir bereits einmal in Kaltenleutgeben waren und sich unsere Begeisterung anfangs in Grenzen hielt, wir dann aber ein wunderschönes Plätzchen entdeckten, gaben wir dem Ort noch eine Chance. Diesmal sollte der Steinbruchsee unser Ziel sein. Inmitten eines Naturschutzgebietes, bietet der See ein kleines Erholungsgebiet sowie eine erfrischende Abkühlung für Zwei- und Vierbeiner.

So haben wir uns das zumindest vorgestellt.

Tatsächlich hatten wir einen anderen Eindruck.

Nachdem wir das Auto am Straßenrand parkten, gingen wir eine kleine mit Fahrbahnschäden übersäte und von Eisenzäunen umzingelte Landstraße hinauf. Die alten Bauteile am Straßenrand hab ich gleich mal für eine kleine Agility Einheit umfunktioniert während die Zweibeinerin vor einem großen rot-weißen Schranken innehielt.

 

Na was nun? Gehen wir weiter oder nicht? Komm schon Frauchen, so ungelenkig bist du nun auch wieder nicht. Wir können da doch ganz grazil durchschlüpfen.

Sie schien meine Gedanken gelesen zu haben und wir passierten den Schranken. Ein Stückchen weiter kamen wir auf eine große Wiese. Die Zweibeinerin mustertet wenig begeistert die leeren Flaschen und Scherben am Boden. Ich hingegen sah in der Ferne bereits das Wasser im See schimmern. In puncto – lenke deine Aufmerksamkeit auf das Positive im Leben – muss die Zweibeinerin noch einiges von mir lernen.

Zum Glück folgte sie meiner Aufforderung und wir schritten Richtung Wasser und was dann kam, könnt ihr euch denken – mein erstes richtiges Frühlingsbad. Einfach fabelhaft. Vorausschauenderweise hat die Zweibeinerin mein Handtuch eingepackt, das ich nach dem Bad genüsslich vor mir herschleppte.

Wir trafen noch den ein oder anderen Zweibeiner, aber so richtig wohl fühlten wir beide uns während dieses Ausfluges nicht.

Mein Fazit, ganz nett, aber Frauchen, ich glaube du stimmst mir zu, wenn ich hier festhalte, dass wir diesmal keine Empfehlung abgeben.

Um unseren Ausflug zu einem schönen Ausklang zu verhelfen, sind wir nochmal zum Keltischen Baumkreis wenige Kilometer weitergefahren. Während ich auf der Wiese umhersprang hat die Zweibeinerin ihr Mittagessen gesammelt. Ich wusste gar nicht, dass es so schlecht um uns steht, dass wir jetzt Gras essen müssen. Ich habe die komischen Blätter gekostet – die waren wirklich ungenießbar.

Zuhause bekam ich dann zum Glück etwas anständiges zu Essen während die Zweibeinerin sich mit diesen Blättern über Nudeln begnügte.

Anmerkung der Zweibeinerin: In Kaltenleutgeben kann man Mitte April  jede Menge Bärlauch pflücken!

Pfotengeschichten

Ich hätte auch so gerne einen Hund, aber….

Immer wieder sprechen uns andere Zweibeiner an, die neben der Anmerkung, wie süß ich doch wäre, den Wunsch nach einen eigenen Vierbeiniger äußern. Die Erfüllung dieses Wunsches scheint jedoch an jeder Menge ABERS zu scheitern.

Meine Zweibeinerin war vor mir auch so ein ABER-Mensch. Insgesamt war sie 2 mal bei diversen Züchtern und einmal in einem Tierschutzheim. Dieser ganze Prozess zog sich über 5 Jahre und dann kam ICH. Mir ist es gelungen ihr Herz im Sturm zu erobern und alle ABERS wegzublasen.

Im Laufe unserer nun mehr 1-jährigen Wohn- und Lebensgemeinschaft hat die Zweibeinerin herausgefunden, was wirklich vorhanden sein muss, um den Schritt zum eigenen Vierbeiner zu gehen. Ich bin sehr gerührt von den Zeilen und denke wir machen das ganz wunderbar, aber lest doch selbst:

Es zählt nicht wie geräumig deine Wohnung ist,

sondern wie viel Platz du in deinem Herzen hast.

Es braucht keinen großen Garten,

sondern großartige gemeinsame Abenteuer.

Wichtig ist nicht wie viel Geld du hast,

sondern wie viel Geld du gewillt bist für ihn zu haben.

Es kommt auch nicht so auf die Quantität der Zeit an,

sondern die Qualität der Momente und Stunden die ihr miteinander verbringt.

Du wirst nicht wissen, wann der richtige Moment da ist, wichtig ist, dass du die momentane Entscheidung für die nächsten Jahre mit besten Wissen und Gewissen tragen kannst.

C.T.

 

Allgemein

Wellness für Hunde – oder mein Nebenjob als Bettentester

Letzte Woche war es mal wieder so weit. Die Zweibeinerin packte den riesigen Koffer. Neugierig steckte ich die Nase hinein und kontrollierte akribisch für wen sie denn packte.

Für sich? Für mich? Für uns beide?

Zuerst sah es gar nicht gut aus für mich. Nur Menschenzeug!

Aufmerksam wie meine Zweibeinerin ist, bemerkte sie bald meinen Unmut und packte auch ein Kuscheltier von mir ein. Was jedoch nichts heißen musste. Ich habe nämlich bemerkt, dass die kleiner Gaunerin meine Kuscheltiere klaut. Aber das erzähle ich euch ein anderes Mal. Ich war also immer noch nicht zufrieden und schleppte meine Ruhedecke an. Als auch diese samt Futter und Leckerli eingepackt wurden, war ich froh gestimmt.

Wir gehen auf Reisen!

Nämlich so richtig.

Nicht etwa „nur“ ein Rudelmitglied besuchen – nein wir fuhren ins Hotel. Mein dritter Hotelaufenthalt.

Oh, wenn ich möchte kann ich so vornehm sein. Erhobenen Hauptes stolzierte ich durch die Lobby, schnüffelte mich den langen Teppichflur entlang und wartete brav, bis die Tür zu unserem Zimmer sich mit einem Piepsen öffnete.

Aber dann war es auch schon wieder vorbei mit dem Bravsein. Hinter verschlossenen Türen, riss ich genau im richtigen Moment an der Leine. Die Zweibeinerin war unaufmerksam und so entkam ich ihr flink. Ich inspizierte das ganze Zimmer, inklusive Bad und Balkon. Mein Fazit: Ganz ok! Wir können bleiben!

Zufrieden sprang ich auf das riesige, duftenden, frisch überzogene Bett.

„Baluuuu!“

Eieieei, die Zweibeiner waren nicht erfreut und scheuchten mich schnell auf den Boden. Es wurde hektisch die Ruhedecke und das Kuscheltier ausgepackt und ich bekam das Kommando es mir gefälligst dort im Eck vor dem Balkon gemütlich zu machen.

Ist das eurer Ernst Zweibeiner?

Ich dachte wir machen Urlaub!

Wo ist mein Hotelkörbchen?

Zum Glück musste ich mich nicht allzu lange dort auf der Decke aufhalten, denn schließlich gab es auch draußen eine jede Menge zu erkunden. Das Hotel lag nahe eines großflächigen Hügels mit seltsamen, großen Steinen. Natürlich habe ich diese mittels Markierung gleich mal für mich beansprucht.

Genug getobt, gingen wir zurück aufs Zimmer. Und die Zweibeiner warfen sich in lange, flauschige Roben. Baden? Mitten am Tag? Als sie fertig waren, schritten sie Richtung Türe.

Ähm, Moment mal, wo wollt ihr denn hin? Oder soll ich besser sagen, wo wollt ihr denn ohne mich hin?

Geschickt schlüpfte ich an der Zweibeinerin vorbei auf den Teppichflur und warf ihr meinen unschuldigsten Blick zu.

Nichts half. Sie packte mich und trug mich zurück ins Zimmer.

Mir doch egal! Ist sowieso peinlich die Zweibeiner zu begleiten, wenn sie im Bademantel spazieren gehen.

Soll ich euch verraten, was ich die ganze Zeit über gemacht habe???

Hotelbetten getestet!

Ich schlief vorzüglich!

Leider so gut, dass ich den Moment verpasste, an dem die Zimmertüre aufging.

Und plötzlich stand ich ganz verschlafen im Riesenbettchen den Zweibeinern gegenüber.

Ups!!!

Sie verdrehten nur die Augen.

Alles in allem hatten wir fabelhafte Tage. Ich könnte mich daran gewöhnen. So so ein Nebenjob als Bettentester, wäre nicht zu verachten.

Aber jedes schöne Abenteuer geht mal zu Ende. Damit man sich gut ausrasten kann, bevor ein Neues beginnt.

 

Fakten:

Das Hotel Leitner in Loipersdorf ist sehr hundefreundlich. Die Zimmer für Gäste mit Vierbeiner sind in einem eigenen Trakt von dem aus eine Tür ins Freie führt. Man erspart sich somit auf Gassirunden den Gang durch die Lobby. Bei diesem Extra-Eingangsbereich befinden sich auf Hundehandtücher. Somit kann man nach den Spaziergängen gleich mal den Schmutz von den Pfoten rubbeln. Insbesondere hilfreich, wenn sich der eigenen Vierbeiner als Bettentester entpuppt.

Die Aufzahlung für den Hund beträgt 15 Euro täglich. Das Hotel ist durch einen Zugang mit der Therme Loipersdorf und dem Schaffelbad verbunden. Man kann somit jederzeit bequem im Bademantel hin und her pendeln um ab und an nach dem Vierbeiner zu sehen.

Vor dem Hotel liegt ein Krafthügel mit Kraftsteinen. Dieser sowie der angrenzende Wald bieten wunderbare Spazierwege, damit der Vierbeiner auch ausgelastet und müde ist, während man selbst die Wellnesslandschaft genießt.

 

 

 

Kärnten

Mystische Wanderwege und Heilquellen – Teil I

Auf den Spuren der mystischen Wanderwege in Kärnten war unser erster Stopp die Quelle in Maria im Moos ob Kirchberg. Zum Glück bin ich ein geprüfter Autofahrer, denn Kirchberg ist nur über eine enge und kurvenreiche Straße zu erreichen. Oben angekommen habe ich beim Beine vertreten den Frühling entdeckt.

Endlich!!

Der hat sich heuer aber wirklich gut versteckt.  Ich musste meine Nase gleich in das Meer voller Schneeglöckchen stecken. Hoffentlich erspähe ich diese auch bald in niedrigeren Geländen.

Die Zweibeinerin folgte währenddessen einen kleinen Pfad zu einer Kapelle. Etwas ungeduldig musste ich draußen warten. Als sie zurückkam hatte sie einen Krug mit Wasser bei sich. Genussvoll schlürfte ich den kühlen, leicht süßlich schmeckenden Tropfen. Die Zweibeinerin meinte jetzt muss ich nie mehr zum Tierarzt. Was die wieder für Sachen erzählt. Man darf den Menschen wirklich nicht alles glauben.

Nachwort der Zweibeinerin:

Die Legende von Maria im Moos

Die kleine Wahlfahrtskirche liegt in 1033m Höhe. Der Name Maria im Moos deutet darauf hin, dass sich die Kirche in einem wasserreichen Gebiet befindet. Der Legende nach fanden die Menschen ein Marienbild am Wasser der heilsamen Quelle. Sie sahen darin die Aufforderung, der Hl. Maria an dieser Stelle eine Kapelle zu errichten. Aufgrund des moosigen Untergrundes entschied man, das Bild an eine andere Stelle zu tragen und die Kirche dort zu errichten. Das Bild jedoch verwand und wurde immer und immer wieder an der Quelle gefunden. Schließlich wurde die Kapelle über dem Gnadenbild an der Quelle errichten.

Das rechtsgedrehte Heilwasser soll bei Augenleiden und geistiger Blindheit helfen.

 

Abenteuerfaktor: 5 Pfoten

Spaßfaktor: 4 Pfoten

Leine: Schleppleine

 

 

Pfotengeschichten

Balljunkie – #not!

Letztens waren wir wieder in unserem Lieblingspark mit der riesigen Hundespielwiese. Ich hatte einen dieser faulen Nachmittage eingelegt an denen ich nur vor mich hindöse. Umso mehr freute ich mich am Abend noch ein paar Artgenossen zum Spielen zu treffen. Der Weg zur Spielwiese war mühsam wie immer. Es kostet mich wirklich sehr viel Überwindung nicht mit voller Wucht an der Leine zu ziehen. Ich habe gelernt meine Freude zu zügel und mich in Selbstbeherrschung zu üben, sonst dauert das Ankommen ewig. Als wir es schließlich geschafft haben und ich das ersehnte „Frei!“ vernahm, startete ich los.

Auf der Wiese waren noch zwei Hunde mit ihren Zweibeinern. Freudig lief ich auf sie zu und forderte sie zum Spielen auf.

Und die – ich konnte es nicht fassen – hatten Null Interesse.

Beide spielten nämlich mit ihren jeweiligen Zweibeinern Ball.

Das sah in etwas so aus, dass die Zweibeiner den Ball warfen, meine Artgenossen diesen nachliefen, wieder zu Herrchen und Frauchen brachten und hechelnd auf den nächsten Wurf warteten.

Ich lief ebenfalls mit. Ohne jedoch den Ball zu nehmen. Ich habe bereits früh gelernt, dass es nicht sehr nett ist, anderen ihr Spielzeug wegzunehmen.

Eine Weile habe ich mir das angeschaut, dann bin ich zurück zu Frauchen gerannt. Genervt schnaufte ich und gab ihr zu verstehen, dass wir die fade Veranstaltung verlassen konnten.

Die Zweibeinerin hat daraufhin Leckerlis in Baumrinden versteckt und mich zum Suchen aufgefordert, was meinen Abendspaziergang noch gerettet hat.

Aber ehrlich gesagt, fand ich das Verhalten dieser Balljunkies fraglich. Versteht mich nicht falsch! Auch ich sage nicht nein zu einem lustigen Ballspiel. Aber ich mag es eben auch sehr mit meinen Artgenossen zu spielen, zu laufen, zu toben und zu schnüffeln. Die Beiden hingegen haben mich nicht mal richtig wahrgenommen so fixiert waren sie auf den Ball. Das kann und möchte ich einfach nicht verstehen.

Erinnerte mich stark an die Zweibeiner die halbe Ewigkeiten in ihren kleinen Kasten (Handy) starren können und nichts anderes mehr wahrnehmen. Wenn das zuweilen meinen Rudelmitgliedern passiert, sehe ich es als meine Aufgabe, sie wieder zurück ins Hier und Jetzt zu holen. Ich schupse dann den kleinen Kasten leicht weg und gebe somit zu verstehen, dass es Spannenderes gibt. Bei meinem Rudel funktioniert das zum Glück, bei den Artgenossen in Park diesmal leider nicht.

Ich hoffe nächstes Mal treffe ich wieder sozialere Artgenossen.