Allgemein Pfotengeschichten

Umzugschef auf vier Pfoten

Wie konnte das nur passieren? In Wien war es noch nass und manchmal lagen vereinzelt Schneeflöckchen auf der Straße. Ich lebte so vor mich hin – Schlafen – Abenteuer – Training – Schlafen. Da kam doch glatt eines Tages die Zweibeinerin wieder mit den Kisten an. Meine fehlende Begeisterung drückte ich mit einem lauten Schnaufen aus.

Schon wieder!?

Ich wusste was jetzt auf uns zu kam. Sie würde die ganze Wohnung auf den Kopf stellen, alles ausräumen und in Kisten verpacken. Mein Herrchen würde oft zu Besuch kommen – leider nicht um mit mir zu spielen – sondern um Möbel auf und ab zu bauen.

Ich lieb‘ sie ja – das ist ihr großes Glück!

So ein Umzug ist für einen Vierbeiner eine gewaltige Umstellung. Und obwohl ich darin geübt bin – schließlich musste ich dieses Theater nun zum 3. Mal mitmachen – ist es auch für mich eine herausfordernde Zeit.

Was mir dabei half unsere Umzüge zu überstehen?

Ich bin mitten drin, statt nur dabei!!!

Haben wir alles mit?!

Die Zweibeiner meinen zwar ich stehe im Weg rum. Aber in Wahrheit habe ich als einziger den Überblick. Den nächsten Kasten kann ich sicher schon allein aufbauen.

Es ist wichtig für mich zu sehen wie die alte Wohnung Kiste für Kiste leer geräumt wird und die neuen vier Räume Kiste für Kiste zu unserem neuen Zuhause werden.

Ich weiß, einige Zweibeiner denken, so ein Umzug wäre nichts für uns Hunde und deshalb bringen sie uns in dieser Zeit bei Freunden oder Bekannten unter. Aber ich denke, es ist wichtig Abschied zu nehmen von seinem alten Zuhause. Deshalb bin ich froh, dass die Zweibeinerin jedes Mal soviel Geduld aufbrachte und es hinnahm, dass ich den Inhalt aller Kistern kontrollierte und jede Schraube beschnupperte.

Trotz allem hoffe ich – und unter uns gesagt mein ganzes Rudel – dass das nun mal der letzte Umzug für eine Weile war.

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